Heute hat erneut das Bayerische Kabinett getagt und zum Teil auf die Kritik an der 2G Regel reagiert. Beschlossen wurde unter anderem:

  • Täglicher Antigentest statt PCR Test: Mitarbeiter von Hotels, in der Gastronomie und körpernahen Dienstleistungen (z. B. Friseure) müssen ab Mittwoch, den 9.11.2021 nicht mehr zwingend zweimal pro Woche PCR-Tests durchführen lassen.  Pro Arbeitstag können die Beschäftigten in Bayern auch einen Antigenschnelltest vorlegen. Die Erleichterung gilt sowohl bei einer gelben, wie auch einer roten Corona-Ampel. Dabei ist auch ein beaufsichtigter Selbsttest vor Ort möglich.
  • Die Kontrollen werden systematisch erfolgen und sich insbesondere auf die flächendeckende Einhaltung der 2G/3G-Regeln beziehen. Dabei kann die Polizei unmittelbar ein Verwarnungsgeld erheben. Konsequenzen können bis zur vorübergehenden Schließung der Betriebe und Einrichtungen reichen.
  • Die Maskenpflicht in der Schule gilt in der Grundschulstufe und allen weiterführenden Schulen bis auf Weiteres.
  • Für Schüler über zwölf Jahren, die im Schulbetrieb regelmäßig auf Corona getestet werden, wurde bis zum Ende des Jahres eine Ausnahmeregel beschlossen, damit sie auch ungeimpft ihre sportlichen und musikalischen Hobbys fortführen können. Demnach gilt für Schüler für sportliche und musikalische Eigenaktivitäten und für Theatergruppen bis Jahresende eine Ausnahme von der neuen Zugangsbeschränkung nach der 2G-Regel (nur für Geimpfte und Genesene). Für alle jüngeren Schüler gilt die Ausnahme bereits jetzt. Die Ausnahmeregel gelte allerdings nicht für Besuche von Stadien, Clubs, Konzerten, Kinos und ähnlichen Freizeitangeboten in Innenräumen. Bei solch „passiven“ Angeboten müssen Kinder und Jugendliche auch einen Nachweis vorzeigen, dass sie geimpft oder genesen sind.
  • Die Impfzentren werden wieder hochgefahren.
  • Die Testzentren werden verlängert – „mindestens bis zum März nächsten Jahres“
  • Keine Änderungen soll es dem Beschluss zufolge bei der Kostenübernahme der Corona-Tests in Bayern geben. Sowohl die PCR-Tests als auch die Antigenschnelltests bleiben nur in Ausnahmen kostenlos. Allerdings betonte Söder: „Im Laufe der Woche kommt das auf den Tisch.“ Damit meint er, dass die künftige Ampel-Regierung des Bundes die kostenlosen Coronatests voraussichtlich noch diese Woche auf den Weg bringen will. Dann betreffe das ohnehin auch Bayern.

3G plus für die Gastronomie halte man für vertretbar, erklärt Söder auf Nachfrage. Man schließe aber nicht aus, auch auf 2G oder 2G plus zu wechseln, sollte das die Lage erforderlich machen.

Möglicherweise werde man im Laufe der Woche den Katastrophenfall ausrufen.

Da die geänderte InfektionsschutzVO erst heute Nacht verkündet wird, können wir Sie über nähere Details erst morgen informieren.

Die gesamten Beschlüsse können Sie hier einsehen

Bewertung der heutigen Beschlüsse

Der VEBWK begrüßt ausdrücklich die Erleichterung, dass künftig Mitarbeiter von Hotels, in der Gastronomie und körpernahen Dienstleistungen statt eines PCR Tests nun pro Arbeitstag auch einen Schnelltest vorlegen können. Damit wird sicher gestellt, dass sich die ohnehin schon vorhandene Personalnot nicht noch weiter zuspitzt.
Die Entschärfung bei den über 12jährigen Schülern geht jedoch nicht weit genug. Damit werden Schüler von zahlreichen Bereichen heute schon ausgeschlossen bzw. ab dem neuen Jahr in sämtlichen Freizeitbereichen. Mit flächendeckenden PCR Tests an allen Schulen und nicht nur in den Grund- und Förderschulen bedürfte es überhaupt keiner Einschränkungen bei den Schülern.
Jetzt gilt es die Spielregeln einzuhalten, damit es nicht noch zu weiteren Verschärfungen kommt. Ministerpräsident Söder hat heute sehr deutlich gemacht, dass auch vorübergehende Betriebsschließungen eine Option sind.