6 Mrz 2019

Da es sich beim Watten grundsätzlich um ein nicht genehmigungsfähiges Glücksspiel handelt, sofern um Geldpreise gespielt wird, drohte diesem Traditionsspiel nach der Anzeige eines Watterturniers im Frühjahr 2018 praktisch das AUS.
Aufgrund intensiver Gespräche hat das Bayerische Innenministerium nun in Abstimmung mit dem Bayerischen Justizministerium unseren Vorschlag aufgegriffen.

Danach werden entgeltliche Watt-Turniere nun unter bestimmten Voraussetzungen geduldet (das heißt es findet keine Strafverfolgung statt, sofern folgende Voraussetzungen eingehalten werden):

1. Es darf sich um keine gewerbsmäßig durchgeführte Veranstaltung mit nachhaltiger Gewinnerzielungsabsicht für den Veranstalter handeln.

2. Watt-Turniere dürfen nicht regelmäßig wiederkehrend mit geringem zeitlichen Abstand veranstaltet werden; beispielsweise von Vereinen ein- bis zweimal jährlich durchgeführte Veranstaltungen können als unproblematisch angesehen werden.

3. Die ausgelobten Preise halten sich im Rahmen. Bei der Staffelung der Gewinne sollten ein Geldpreis bis 200 € für das erstplatzierte Spielerpaar oder vergleichbare Sachpreise die Grenze sein.

4. Spieler sind vor unangemessen hohen Verlusten zu schützen. Deshalb sollte auch der Spieleinsatz für das gesamte Watt-Turnier auf 15 € gedeckelt sein.