Die anhaltende Corona-Pandemie führte im vergangen Jahr zu weitreichenden Absagen kultureller Veranstaltungen. Auch in den kommenden Monaten werden Veranstaltungen nur unter Beachtung der jeweils geltenden Regelungen und Auflagen stattfindenkönnen. Für den Bereich Kultur- und Kreativwirtschaft bedeutet das immense Umsatzausfälle und viele Akteurinnen und Akteuere kämpfen um ihre Existenz.

Im folgenden finden  Sie eine Übersicht über mögliche Hilfen für die Kultur- und Kreativbranche:

 

Hilfen des Landes Bayern

Mit dem Kulturstabilisierungsprogramm 2020/21 führt der Freistaat Bayern mitunter Programme aus dem Kultur-Rettungsschirm fort, erweitert und/oder ergänzt sie. Neu konzipiert bzw. eingeführt wurden das Soloselbstständigenprogramm als Nachfolger des Künstlerhilfsprogramms sowie das Stipendienprogramm für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

  • Soloselbstständigenprogramm
    • Stand 20. Mai 2021: Das Soloselbstständigenprogramms wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert
      Das Programm richtet sich konkret an freischaffende Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Beruf mit bestehendem Hauptwohnsitz in Bayern (Stichtag Antragszeitraum 2020: 1. Oktober 2020, Stichtag Antragszeitraum 2021: 1. Januar 2021). Die Antragsstellung erfolgt weiter über Bayern Innovativ. Voraussetzung ist, dass spätestens seit 1. Februar 2020 eine künstlerische, publizistische oder kulturnahe Tätigkeit erwerbsmäßig (und nicht nur vorübergehend) ausgeübt wird. Weitere Infos zu den Antragsvoraussetzungen findest Du hier.
    • Das Programm dient als Ersatz für entfallene Erwerbseinnahmen und hat zum Ziel, die privaten Lebenshaltungskosten der Betroffenen zu sichern. Beantragt werden kann einmalig eine Finanzhilfe von bis zu 1.180 Euro monatlich für den genannten Zeitraum Januar bis Juni 2021 sowie rückwirkend für die Monate Oktober bis Dezember 2020. Abgelöst wird damit das zum 30. September 2020 ausgelaufene Künstlerhilfsprogramm.
    • Das Soloselbstständigenprogramm ist grundsätzlich sowohl mit der Überbrückungshilfe III des Bundes (inkl. Neustarthile für Soloselbstständige), der bayerischen Lockdown-Hilfe für besonders betroffene Gebiete (Oktoberhilfe), den außerplanmäßigen Wirtschaftshilfen des Bundes (November-/Dezemberhilfe) ebenso wie dem Spielstätten- und Veranstalterprogramm des Freistaats Bayern kumulierbar. Etwaige andere öffentliche Unterstützungsleistungen, die einen vergleichbaren Zweck verfolgen, werden in voller Höhe angerechnet, soweit sich die Leistungszeiträume überschneiden. Eine Überkompensation ist unzulässig.
    • Grundsätzlich gilt, dass die durchschnittlichen monatlichen Gesamteinnahmen des Antragstellers im Antragszeitraum pandemiebedingt um mindestens 30 Prozent im Vergleich zu den durchschnittlichen Gesamteinnahmen des Vorjahres zurückgegangen sein müssen. Wurde die Tätigkeit erst im Laufe des Jahres 2019 aufgenommen, werden als Vergleichszeitraum die vollen Monate des Jahres 2019 seit Aufnahme der Tätigkeit herangezogen, bei einer Aufnahme ab 1. November 2019 die vollen Monate bis einschließlich Februar 2020. Des Weiteren gilt mit der Verlängerung des Programms folgende Ergänzung: Für Personen, die im Jahr 2019, dem Vergleichszeitraum für die Ermittlung des Umsatzrückganges, aus familiären Gründen wie Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen oder wegen Krankheit nicht erwerbstätig waren, werden als Vergleichszeitraum nur diejenigen Monate des Jahres 2019 herangezogen, in denen eine volle Erwerbstätigkeit stattgefunden hat. Wenn im ganzen Jahr 2019 aus den genannten Gründen keine Erwerbstätigkeit stattfand, wird das Jahr 2018 herangezogen.
    • Alle relevanten Dokumente und Antworten auf zentrale Fragen findest Du hier. Zudem wurde ein Info-Telefon eingerichtet. Rufnummer: 089 / 2185 1942 Mo. – Fr. 10:00 -15:00 Uhr.
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  • Stipendienprogramm
    • Stand 20. Mai 2021: Die Antragsfrist für den ersten Aufruf zur Antragsstellung (“Call”) endet am 31. Mai 2021
      Das Programm umfasst bis zu 5.000 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Die Antragsstellung erfolgt über Bayern Innovativ. Mit der Umsetzung des Stipendienprogramms unterstützt der Freistaat den professionellen Existenzaufbau in der Krise und ermutigt zugleich zur künstlerischen Weiterentwicklung. Weitere Infos zur Antragberechtigung und Antragsstellung findest Du hier.
  • Spielstättenprogramm
    • Stand 20. Mai 2021: Das Spielstätten- und Veranstaltungsprogramm wird modifiziert und bis zum 31. Dezember 2021 fortgeführt; stärker einbezogen werden so auch Amateurtheater und gemeinnützige Kulturveranstalter; zudem wird das Programm auf laufende und künftige Bundeshilfen abgestimmt
      Den Antragslink und weitere Informationen findest Du hier.
  • Hilfsprogramm für die Laienmusik
    • Auch das Hilfsprogramm für die Laienmusik wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert mit dem Ziel, Laienmusikvereine und ihre zahlreichen ehrenamtlichen Musiker und Helfer in der Krise weiterhin zu unterstützen. Antragsbeginn ist der 1. Januar 2021. Die Antragsfrist für das Jahr 2020 endete am 31. Oktober 2020. Weitere Details zum Förderjahr 2021 und zur Antragsstellung folgen. Unterdessen informiert zu diesem und verwandten Themen auch der Bayerische Musikrat.
  • Kino-Anlaufhilfen
    • Die Kinos in Bayern werden bislang mit den vom Ministerrat im Mai 2020 beschlossenen Anlaufhilfen in Höhe von zwölf Mio. Euro unterstützt. Um das Überleben bayerischer Kinos zu sichern, wird die bisher bis Jahresende befristete bayerischen Kino-Anlaufhilfe jetzt bis 30. Juni 2021 verlängert und um weitere zwölf Mio. Euro aufgestockt. Weitere Informationen findest Du hier.

Für die Unternehmen und Soloselbständigen in Bayern, die schon vor dem am 2. November 2020 beginnenden bundesweiten Lockdown von einem Lockdown auf Kreisebene betroffen waren (Berchtesgadener Land, Rottal-Inn, Augsburg und Rosenheim) gibt es ein eigenes Hilfsprogramm, das die bundesweite „Außerordentliche Wirtschaftshilfe“ (s. Hilfen des Bundes “Novemberhilfe”) ergänzt.

Die „Bayerische Lockdown-Hilfe“ wird im Rahmen der Novemberhilfe durch einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer) beantragt. Direktanträge ähnlich wie bei der Novemberhilfe sind folglich nicht möglich. Grundlage für die Zahlungen der Oktoberhilfe sind die Umsätze aus dem Referenzmonat Oktober 2019. Erstattet werden 75 Prozent des im Vergleichszeitraum erzielten Umsatzes. Für die Bewilligung zuständig ist die Industrie- und Handelskammer für München und OberbayernAntragsbeginn ist voraussichtlich Januar 2020.

Die Lockdown-Hilfe wird zeitanteilig für die Dauer des Lockdowns in den nachfolgenden Landkreisen gewährt:

  • Landkreis Berchtesgadener Land (Lockdown ab 20. Oktober 2020)
  • Landkreis Rottal-Inn (Lockdown ab 27. Oktober 2020)
  • Stadt Augsburg (Lockdown ab 30. Oktober 2020)
  • Stadt Rosenheim (Lockdown ab 30. Oktober 2020)

Weitere Informationen zu den Corona-Hilfsmaßnahmen des Freistaats Bayern findest Du hier.

Der Kultur-Rettungsschirm des Freistaats Bayern umfasst sechs Programme in Höhe von insgesamt rund 210. Mio. Euro. Die Programme sind teilweise ausgelaufen und im Rahmen des Kulturstabilisierungsprogramms 2020/21 weiterentwickelt, verlängert und/oder erweitert worden.

  • Soforthilfe Corona: Förderung von soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstlern mit eigener Betriebsstätte
    • Das Programm „Soforthilfe Corona“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) ist zum 31.05.2020 ausgelaufen. Weitere Informationen findest Du hier.
  • Künstlerhilfsprogramm: Förderung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler
    • Stand 18. Dezember 2020: Das Künstlerhilfsprogramm ist zum 30. September 2020 ausgelaufen. Aufgrund mangelnder Nachfrage wurde das Programm als solches nicht verlängert. Stattdessen ist die Künstlerförderung neu aufgelegt und durch ein Soloselbstständigenprogramm für Künstlerinnen und Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe ersetzt worden (s. hierzu auch Kulturstabilisierungsprogramm 2020/21). Anträge auf Finanzhilfe können ab sofort und bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Weitere Informationen zum Soloselbstständigenprogramm findest Du hier.
  • Stabilisierungsprogramm für kulturelle Spielstätten und nichtstaatliche Kunst- und Kultureinrichtungen 
    • Stand 20. November 2020: Im Rahmen der Regierungserklärung von Ministerpräsident Söder am 21. Oktober 2020 wurde die Verlängerung und Erweiterung des Spielstättenprogramms über das Jahr 2020 hinaus verkündet. Die Richtlinien wurden mittlerweile um die Gruppe der Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte erweitert und die Laufzeit des Programms bis vorerst 30. Juni 2021 verlängert. Das Gesamtvolumen des Programms erhöht sich um 15. Mio. Euro auf insgesamt 45 Mio. Euro. Anträge sowohl für das zweite Halbjahr 2020 als auch das erste Halbjahr 2021 können ab sofort hier gestellt werden.
  • Hilfsprogramm Laienmusik 
    • Stand 20. November 2020: Auch das Hilfsprogramm für die Laienmusik wird bis zum 31. Juni 2021 verlängert. Unterstützt werden mit dem Programm Laienmusikvereine und ihre zahlreichen ehrenamtlichen Musiker und Helfer. Antragsbeginn ist der 1. Januar 2021. Die Antragsfrist für das laufende Jahr 2020 endete am 31. Oktober 2020. Weitere Details zum Förderjahr 2021 und zur Antragsstellung folgen. Unterdessen informiert zu diesem und verwandten Themen auch der Bayerische Musikrat.
  • Regelung von Ausfallhonoraren
    • Honorarkräfte, die an staatlichen Einrichtungen ein vertraglich geregeltes Engagement hatten, das Corona-bedingt abgesagt wurde, können mit einem Ausfallhonorar rechnen. Der Freistaat Bayern orientiert sich dabei an den Regelungen des Bundes, wonach abhängig vom Vertragsinhalt die Zahlungen eines kompletten Ausfallhonorar oder aber bis zu 60 Prozent des vereinbarten Honorars – ohne Gegenleistungen – vorgesehen ist. Das gilt auch für nicht-künstlerische Honorarkräfte wie MaskenbildnerInnen oder TechnikerInnen. Konkret gestaltet sich die Regelung wie folgt:
      •  Bei einem (befristeten) Arbeitsverhältnis wird das Honorar ganz erstattet.
      • Bei einem „freien Dienstverhältnis“ kommt der Freistaat für 60 Prozent bei einer Gage bis 1.000 Euro auf, ab 1.000 Euro zahlt der Freistaat 40 Prozent bis max. 2.500 Euro
  • Förderung von Projektträgern und Institutionen im Kulturbereich
    • Als verantwortliches Ministerium ist das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) darum bemüht, staatlich geförderte Projekte (Musik, Theater, Festivals etc.), die aufgrund des Pandemiegeschehens nicht wie geplant durchgeführt werden konnten oder können, flexibel zu handhaben – etwa dadurch, dass Förderzeiträume verschoben, alternative Leistungskomponenten (wie etwa digitale Lösungen) anerkannt und Härtefälle individuell geprüft werden, Das gilt für rund 800 Förderungen mit einem Volumen von 150 Millionen Euro pro Jahr.

Zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise stehen Darlehensprodukte der LfA Förderbank sowie verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung. Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität.

Erster Ansprechpartner ist die eigene Hausbank.

Die LfA-Förderberatung ist unter folgender Rufnummer zu erreichen: 089 / 21 24 – 10 00.

Weitere Informationen zu den verfügbaren Überbrückungshilfen findest Du hier.

Die Hotline der bayerischen Staatsregierung (ab 11.04.2020) steht Dir weiterhin offen für Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, Ausgangsbeschränkungen, Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler.

Zu erreichen ist die Hotline Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 15:00 Uhr unter der Nummer 089-122-220.

 

Hilfen des Bundes

Antragsfrist für Corona-Novemberhilfe am 30. April 2021 abgelaufen!

Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Weitere Informationen hierzu findest Du hier.

Antragsfrist für Dezemberhilfe am 30. April 2021 abgelaufen

Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Weitere Informationen findest Du hier.

Stand 09. Juni 2021: Die Überbrückungshilfe III wird als Überbrückungshilfe III Plus bis zum 30. September 2021 weitergeführt; Förderbedingungen bleiben bestehen; ergänzt wird das Programm durch eine Restart-Prämie, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können; Antragsfrist für Überbrückungshilfe II am 31. März 2021 abgelaufen; Frist für Änderungsanträge in Zusammenhang mit Überbrückungshilfe II am 31. Mai 2021 abgelaufen;

Das Bundesprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten“ ist am 8. Juli 2020 mit einem Volumen von 24,6 Milliarden Euro gestartet. Seitdem wurde das Programm mehrfach angepasst.

Bei der Überbrückungshilfe handelt es sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse (staatliche Transferleistungen, die nicht zurückgezahlt werden müssen) für Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders stark betroffen sind. Förderfähig sind die betrieblichen Fixkosten. Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe erfolgt über die bundesweit einheitliche Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Die Programmphasen gestalten sich wie folgt:

  • Überbrückungshilfe I: Förderzeitraum Juni bis August 2020. Die Antragsbedingungen für die erste Phase können hier nachgelesen werden. Die Antragsfrist endete am 9. Oktober 2020. Eine rückwirkende Antragsstellung ist nicht möglich.
  • Überbrückungshilfe II: Förderzeitraum September bis Dezember 2020. Anträge für die Überbrückungshilfe II können bis zum 31. März 2021 (vorher 31. Dezember 2020!) gestellt werden. Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Antragsbedingungen und Ähnlichem findest Du hier.
  • Überbrückungshilfe III: Förderzeitraum Januar bis Juni 2021. Die Überbrückungshilfen II sind zum 31. Dezember 2020 ausgelaufen. Die Bundesregierung hatte sich unterdessen darauf verständigt, die Hilfen über das Jahresende hinaus zu verlängern und auszuweiten. Die sogenannte Überbrückungshilfe III hat eine Laufzeit von sechs Monaten, beginnend am 1. Januar 2021. Eingeschlossen ist dabei die „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Aufgrund der anhaltenden Schließungen (“harter Lockdown”) wurde die Überbrückungshilfe III zuletzt noch einmal angepasst. Entsprechende Änderungen lassen sich hier nachlesen. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Bitte beachten Sie, dass ausschließlich prüfende Dritte (Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer) berechtigt sind, Anträge zu stellen. Die Steuerberater-Kammern München und Nürnberg helfen Ihnen gerne einen Steuerberater mit freien Kapazitäten in Ihrer Nähe zu finden. Bei entsprechender Antragsberechtigung werden die Kosten für die Antragsstellung anteilig durch die Überbrückungshilfe erstattet.

Nützliche Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu sämtlichen Überbrückungshilfen gibt es auch hier.

Stand 09. Juni 2021. Neustarthilfe für Soloselbständige wird als Neustarthilfe Plus bis zum 30. September 2021 weitergeführt

Die Neustarthilfe für Soloselbstständige als Bestandteil der Überbrückungshilfen III adressiert insbesondere KünstlerInnen und Kulturschaffende. In Aussicht gestellt wird mit der Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 7.500 Euro (vorher 5.000 Euro) für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 (s. gemeinsame Pressemitteilung des Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministeriums). Auch  kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten können Hilfe beantragen. Die Antragsstellung erfolgt mithilfe des ELSTER-Zertifikats direkt über folgenden Link: direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de  Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet.

Gewürdigt wird mit der Neustarthilfe der Umstand, dass viele Kultur- und Kreativschaffende trotz hoher Umsatzeinbrüche für gewöhnlich – aufgrund der Beschaffenheit ihrer Arbeit – kaum Sach- und Betriebskosten geltend machen können. Gewährt wird die Pauschale (in Ergänzung zur Fixkostenerstattung) in Höhe von 50 Prozent (zunächst waren 25 Prozent vorgesehen) des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019. Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III also keinerlei Fixkosten geltend machen (können), haben so die Möglichkeit auf (weitere) finanzielle Unterstützung.

Voraussetzung ist, dass die Antragstellerin bzw. der Antragssteller im Referenzzeitraum (für gewöhnlich 2019) sein/ihr Einkommen zu mindestens 51 Prozent aus selbstständiger Arbeit erzielt hat. Gewährt wird die Pauschale auch nur dann, wenn der Umsatz während der Programmlaufzeit (Dezember 2020 bis Juni 2021) im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Bei der Neustarthilfe handelt es sich um einen steuerbaren Zuschuss, der aufgrund der Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u. ä. anzurechnen ist.

Die Pandemielage verbessert sich und mit deutlichen Lockerungen dürfen kulturelle Veranstaltung unter Wahrung der vorgegebenen, strengen Auflagen wieder stattfinden. Hier setzt der neue Sonderfonds des Bundes an. Mit 2,5 Milliarden Euro soll die Wiederaufnahme von Konzerten, Theateraufführungen und anderen kulturellen Veranstaltungen abgesichert werden. Der Fonds ergänzt damit wirkungsvoll die Überbrückungshilfen und das Programm Neustart Kultur. Zwei Maßnahmen sind vorgesehen:

 

Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Kulturveranstaltungen (bis 2.000 Personen)

Voraussetzung: Die Wirtschaftlichkeitshilfe können Veranstalter bei einer Pandemie-bedingten Verringerung der Teilnehmenden einer Veranstaltung um mindestens 20 Prozent erhalten.

Höhe
: Gewährt wird ein Zuschuss zu den Ticketeinnahmen der ersten 500 verkauften Tickets im Juli 2021 bzw. zu den ersten 1.000 verkauften Tickets ab August 2021 um bis zu 100 Prozent. Veranstalter erhalten also für jedes verkaufte Ticket nochmals den gleichen Ticketpreis. Die Förderung durch die Wirtschaftlichkeitshilfe kann dabei nicht höher sein als die auftretende Finanzierungslücke zwischen den Kosten der Veranstaltung und den erzielten Einnahmen. Die Auszahlung pro Veranstaltung ist bei 100.000 Euro gedeckelt.

Antragstellung
: Zunächst muss die Veranstaltung vor der Durchführung bei der zuständigen Landeskulturbehörde registriert werden. Nach der Durchführung erfolgt dort die Antragstellung für die Wirtschaftlichkeitshilfe.

Ausfallabsicherung für kleinere Kulturveranstaltungen
: Auch für Kulturveranstaltungen mit unter 2.000 Besucherinnen und Besuchern wird es eine Ausfallabsicherung geben. Sollte eine Kulturveranstaltung, die für die Wirtschaftlichkeitshilfe registriert war, wegen der Verschärfung der Pandemiebestimmungen nicht stattfinden können, erhalten die Veranstalter eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent der veranstaltungsbezogenen Kosten.

Ausfallabsicherung für Kulturveranstaltungen

Antragsberechtigung: Abgesichert sind größere Kulturveranstaltungen, die unter Beachtung von Hygienebestimmungen für mehr als 2.000 Besucher ab dem 1. September 2021 geplant werden.

Höhe: Im Falle einer pandemiebedingten Absage, Teilabsage oder Reduzierung der Teilnehmerzahl oder einer Verschiebung werden maximal 80 Prozent der entstandenen Ausfallkosten übernommen. Die Summe ist gedeckelt auf maximal 8 Millionen Euro pro Veranstaltung.

Es wird eine feste Liste der förderfähigen Kosten geben.

Antragstellung
: Die Veranstalter registrieren die Kulturveranstaltung vor der geplanten Durchführung auf einer dafür eingerichteten IT-Plattform der Länder. Tritt der Schadensfall ein, kann die Förderung beantragt werden. Veranstalter müssen einen Nachweis der konkreten Verluste und Kosten vorlegen, dieser muss von prüfenden Dritten bestätigt werden. Die Verwaltung und Abwicklung der Anträge erfolgt durch die Länder.

Der Sonderfonds des Bundes wird von den Ländern umgesetzt. Die Antragsbearbeitung sollen die Landeskulturbehörden oder beauftragte Stellen übernehmen. Für die Beantwortung von Rückfragen wird eine bundeseinheitliche Hotline eingerichtet. Weitere Informationen zum Sonderfonds erhalten Sie Hier

Stand  26.05.2021: Entscheidung, welche Städte und Landkreise gefördert werden, gefallen: Bewilligt wurden 117 Anträge, 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise werden bundesweit unterstützt
Das kulturelle Leben soll pandemiekompatibel in den öffentlichen, analogen Raum zurückkehren. Es gilt neue Perspektiven für Künstlerinnen und Künstler zu schaffen und bundesweit Städte und Landkreise bei der Entwicklung eines sicheren und verantwortungsvollen Kulturprogramms zu unterstützen. Aus diesem Grund stellt die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des antragsoffenen Förderprogramms „Kultursommer 2021“ kurzfristig 30,5 Mio. Euro (geschöpft aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR) bereit. Förderanträge können bis zum 22. April 2021 über das Online-Antragsformular eingereicht werden. Die Auswahlsitzung findet voraussichtlich am 20. Mai statt.

Antragsberechtigt sind kreisfreie Städte und Landkreise. Voraussetzung für die Förderung im Programm ist die Entwicklung eines neuen Kulturprogramms. Regelmäßig stattfindende Festivals wie etwa jährliche Sommerfestivals oder Stadtfeste können nicht gefördert werden – gefördert werden jedoch Veranstaltungen, die zusätzlich dazu stattfinden. Zwingend erforderlich ist außerdem ein Hygienekonzept.

Mit dem Programm NEUSTART KULTUR hat die Bundesregierung Anfang August ein umfangreiches Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Gefördert werden pandemiebedingte Investitionen und Projekte unterschiedlicher Sparten und vor allem jener Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert sind. Ziel ist es, die sichere Öffnung dieser Einrichtungen zu ermöglichen und so den Akteurinnen und Akteuren eine konkrete Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten.

Insgesamt umfasst NEUSTART KULTUR bis dato mehr als 50 Teilprogramme, die in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Dachverbänden der Sparten entwickelt und realisiert wurden und werden. Eine gute Übersicht der Programme findet sich hier. Finanziert werden schwerpunktmäßig folgende Maßnahmen.

  • Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen
    • Rund 250 Millionen Euro sind eingeplant, um Kultureinrichtungen und -akteure bei der Wiedereröffnung und dem wiederaufgenommen Betrieb zu unterstützen. Die Mittel sollen vor allem Einrichtungen zugutekommen, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird, sowie soziokulturellen Zentren. Gefördert werden beispielsweise der Einbau von Schutzvorrichtungen, die Optimierung der Besuchersteuerung sowie die Modernisierung von Belüftungssystemen.
  • Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen
    • Mit bis zu 480 Millionen Euro sollen vor allem die vielen kleineren und mittleren, privatwirtschaftlich finanzierten Kulturstätten und –projekte darin unterstützt werden, ihre künstlerische Arbeit wiederaufzunehmen und neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbständige zu vergeben.
  • Förderung alternativer, auch digitaler Angebote
    • Für alternative, insbesondere auch digitale Angebote stehen 150 Millionen Euro bereit. Profitieren sollen Projekte im Kontext Museum 4.0 sowie neue Formate der Digitalisierungsoffensive des Bundes, die der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich dienen.
  • Unterstützung bundesgeförderter Kultureinrichtungen und –projekte
    • 100 Millionen Euro gibt es für regelmäßig geförderte Kultureinrichtungen, um coronabedingte Einnahmeausfälle und Mehrausgaben auszugleichen. Bei gemeinsam mit Ländern bzw. Kommunen getragenen Einrichtungen und Projekten leistet der Bund seinen Anteil an der Kofinanzierung.
    • Im Programm NEUSTART KULTUR enthalten sind zudem Hilfen in Höhe von 20 Millionen Euro für den privaten Rundfunk, der durch den Einbruch an Werbeeinnahmen schwer getroffen wurde.
  • Neues Förderprogramm für Lüftungsanlagen – Ergänzung zum Programm NEUSTART KULTUR
    • In Kraft getreten ist am 20. Oktober 2020 zudem die Förderrichtlinie „Bundesförderung Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“. Diese ergänzt die Programme des BKM für pandemiebedingte Investitionen im Rahmen von NEUSTART KULUTUR. Insgesamt stehen für derartige Maßnahmen an raumlufttechnischen Anlagen 500 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung, für das Jahr 2021 sind 200 Millionen Euro vorgesehen.
    • Der Innenraum-Lufthygiene kommt insbesondere in der Gestaltungswelt der Kultur besondere Bedeutung zu, wo das gemeinsame Erleben von Kunst Interaktion und Nähe bedeutet.

Eine Übersicht weiterer Hilfen findest Du hier. Informationen zur Kumulierbarkeit von Überbrückungs- und Soforthilfen kannst Du hier nachlesen.

Novemberhilfe und Überbrückungshilfe

  • Hotline Direktantrag Soloselbständige
    Du bist soloselbständig, hast bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt und möchtest mit dem Direktantrag im eigenem Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5000,- Euro Novemberhilfe beantragen? Wende Dich an den Service-Desk für Solo-Selbständige: Service-Hotline +49 30-1200 21034 Mo bis Fr 8:00 bis 18:00 Uhr
  • Hotline für prüfende Dritte
    Sie sind in der Steuerberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung, als Rechtsanwalt oder -anwältin tätig und haben Fragen zum Antragsverfahren der Überbrückungshilfe und der Novemberhilfe?Wenden Sie sich an den Service-Desk: Service-Hotline +49 30-52685087 Mo bis Fr 8:00 bis 18:00 Uhr

Weitere Hotlines und Informationsangebote zum Coronavirus findest Du / finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

 

Hilfen der Kommunen

Das Kulturreferat der Stadt Nürnberg hat ein spendenfinanziertes Soforthilfeprogramm angestoßen. Bürgerinnen und Bürger können über die Online-Spenden-Plattform „Gut für Nürnberg“ so einen Beitrag leisten zur Erhaltung des vielfältigen Kulturlebens in der Stadt. Die Sparkasse Nürnberg hat mit 25.000 Euro den Grundstock gelegt. Das Antragsformular auf Unterstützung richtet Ihr bitte direkt an das Kulturreferat der Stadt unter buendnis-fuer-kultur@stadt.nuernberg.de. Weitere Informationen gibt es hier.

Die Stadt Nürnberg hat außerdem einen kommunalen Rettungsschirm “Kultur-Projekte / Kultur-Struktur während der Corona-Krise” für Künstler*innen sowie Kulturschaffende mit einem Gesamtetat von 100.000 Euro aufgesetzt. Mehr Infos findet Du hier.

Update: Seit August 2020 kann für die kreativen Dienstleistungen, die für die Vorbereitung der Kampagne benötigt werden, ein Zuschuss von 75 Prozent (bis zu max. 3000 Euro) gewährt werden.

Damit möchte das Referat für Arbeit und Wirtschaft Projektstarter*innen und ihre Ideen unterstützten und auf der anderen Seite die Auftragssituation der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft während der Corona-Krise stärken. Diese Sonderkonditionen sind nun gültig bis voraussichtlich 30. Juni 2021.

Du planst eine Crowdfunding-Kampagne? Du benötigst Unterstützung beim Erstellen von Film, Logo oder Text?
Ob Imagefilm, Texte, Logos, Fotos, eine gute Story oder Pressearbeit – schon vor dem Start einer Crowdfunding-Kampagne kommt auf Dich als Projektstarter einiges an Arbeit zu. Und damit Deine Kampagne auch erfolgreich wird, ist ein professioneller, kreativer Auftritt enorm wichtig.
Die Landeshauptstadt München bietet mit dem „Förderprogramm Crowdfunding-Kampagne“ die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung für alle Kreativleistungen rund um die Crowdfunding-Kampagne! So kannst Du gleich von Beginn an mit Profis zusammenarbeiten.

Damit möchte das Referat für Arbeit und Wirtschaft Projektstarter*innen und ihre Ideen unterstützten und auf der anderen Seite die Auftragssituation der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft während der Corona-Krise stärken. 

Weitere Informationen findest Du unter https://www.muenchen.de/rathaus/wirtschaft/gruendung/finanzierung/crowdfunding-foerderung.html.

 

Hilfen anderer Organisationen

Die ersten zwei Bewerbungsrunden für das “Hilfsprogramm Musiker*innen” sind abgeschlossen. Eine dritte wird für Anfang Januar 2021 vorbereitet; auch das Förderprogramm “Live 100” geht in eine weitere Runde. Das Antragsverfahren ist für Ende 2020 geplant.

Die Initiative Musik startet eine ⇒Spendenkampagne / ein Hilfsprogramm für Musiker*innen. Anträge können seit dem 24. April ⇒gestellt werden. Am 10. Juni wurde bekannt, dass die Initiative Musik in Kooperation mit der LiveKomm ein neues Förderprogramm ⇒ins Leben ruft, das sich an Livemusikspielstätten richtet.

Die ⇒ Kunstnothilfe des elinor-Netzwerks unterstützt Kulturschaffende mit bis zu 1000 Euro. Die Hilfe basiert auf Spenden.