Um gesteigerte Kosten aufzufangen, mag mancher Gastronom auf die Idee kommen, vom Gast einen Kostenbeitrag in Form einer Art Eintrittsgeld zu verlangen. In südlichen Ländern ist ein Coperto, also eine Gebühr für das Eindecken des Tisches ja auch gang und gäbe. Wie aber ist dies aber rechtlich einzuschätzen?

  • Grundsätzlich ist es eine freie Entscheidung eines Unternehmers einen Eintritt zu verlangen. In Clubs und Diskotheken ist das seit Langem Standart. Das ist rechtlich auch in Ordnung, so lange kein Konsumzwang besteht. Man kann bestellen, muss aber nicht.
    ABER ACHTUNG: Auf den Eintritt werden 19 % Mehrwertsteuer fällig, auf Speisen dagegen nur 7 %.
  • Problematisch wird es dann, wenn der Wirt das Eintrittsgeld als „Kostenbeitrag“ deklariert. Das ist eindeutig gegen das Gesetz, weil es der Preisangabenverordnung widerspricht, die vorschreibt, dass im Endpreis alle sonstigen Zuschläge bereits enthalten sein müssen.

FAZIT:

  • Ein Coperto ist in Deutschland nicht zulässig, da es sich für den Gast um selbstständig nicht erbringbare Leistungen handelt und dafür darf kein Zuschlag erhoben werden.
  • Die Erhebung eines Eintrittsgeldes ist grundsätzlich möglich, sofern kein Konsumzwang besteht.
  • Die Erhebung von „Kostenbeiträgen“ widerspricht dagegen dem Gesetz.