Das Bundeskabinett hat am 05.10.2022 eine temporäre insolvenzrechtliche Anpassung beschlossen.

Insbesondere soll der Prognosezeitraum im Rahmen des Insolvenzantragsgrunds der Überschuldung (§ 19 InsO) bis zum 31.12.2023 auf einen viermonatigen, statt derzeit zwölfmonatigen Zeitraum festgesetzt werden. Die Insolvenzantragspflicht wegen Zahlungsunfähigkeit bleibt von der Regelung unberührt. Außerdem soll die Höchstfrist für die Insolvenzantragstellung wegen Überschuldung von sechs Wochen auf acht Wochen nach Eintritt der Überschuldung verlängert werden. Die Höchstfrist zur Antragstellung wegen Zahlungsunfähigkeit bleibt hingegen unberührt.

Bitte beachten Sie: Die Anpassungen sind erst nur in Planung. Eine gesetzliche Regelung hierzu gibt es noch nicht, wodurch momentan noch die bisherigen Vorschriften heranzuziehen sind.