Kürzlich hat sich der EuGH mit der Einbindung des Facebook Like Buttons beschäftigt. Dabei hält der EuGH die Nutzer von sogenannten Social Plugins (Facebook Like Button bzw. ähnliche Schaltflächen bei Google, Twitter oder Pinterest) mitverantwortlich für die Erhebung der Daten von Website-Besuchern durch Facebook und Co.

Was ist daran problematisch?

Sobald ein Internetuser eine Website öffnet, auf der ein solches Social Plugin eingebunden ist, werden Daten an den Server von Facebook und Co. übertragen. Dazu gehören die IP-Adresse und Cookies, die personenbezogene Daten der Nutzer enthalten, selbst wenn diese Nutzer gar nicht bei Facebook eingeloggt sind oder gar kein Mitglied sind.

Folgen des EuGH Urteils

Website-Betreiber müssen künftig beim Besuch der Website darauf hinweisen, dass Daten erhoben und übermittelt werden. Um zu verhindern, dass Daten bereits bei Öffnung einer Website übertragen werden, empfiehlt der VEBWK die Shariff-Methode. Dieser Social-Button stellt den direkten Kontakt zwischen Social Network und Besucher erst dann her, wenn letzterer aktiv auf den Share-Button klickt. Ist der Anwender bei einem sozialen Netzwerk bereits angemeldet, erfolgt das bei Facebook und Google+ ohne ein weiteres Fenster. Bei Twitter erscheint ein Popup-Fenster, in dem man den Text des Tweets noch bearbeiten kann.

Die Shariff-Methode wird bereits von vielen Webseiten eingesetzt, um ihre Anwender zu schützen. Ausgangspunkt war eine Initiative von Heise.de, wo Sie zum aktuellen Stand der Diskussion weitere Informationen finden können.

Infos für die Einbindung des Shariff Buttons

Webmaster können den Shariff Button mit wenigen Klicks einbinden. Nähere Infos finden Sie auf der Seite von C’t. Der Quelltext und Anleitungen zum Einbinden der Module stehen auf GitHub zum Download bereit – einschließlich der Quelltexte sowie dem Backend in PHP, Perl und Node.js sowie Dokumentationen zur Einbindung in die eigene Web-Präsenz. Dort finden Sie auch eine Demo-Seite, auf der Sie die Knöpfe ausprobieren können