Mehrere Verwaltungsgerichte haben kürzlich Anträgen auf Wiederherstellung der sechsmonatigen Gültigkeit von Genesenennachweisen stattgegeben. Zuletzt hatte am Donnerstag das Berliner Verfassungsgericht darüber entschieden. Verfassungsrechtlich sei die Übertragung der Entscheidung auf das RKI nicht zulässig.

Bund und Länder wollen die Delegierung solcher Entscheidungen an das RKI auch wieder zurücknehmen. Beim Corona-Gipfel Mitte Februar wurde beschlossen, die Entscheidung über die Dauer des Genesenenstatus wieder dem Bundesgesundheitsministerium zu überlassen. Die entsprechende Verordnung soll überarbeitet werden. 

Allerdings gelten die Entscheidungen zunächst nur für die jeweiligen Antragsteller.

D.h. vorläufig gilt folgendes in Bezug auf den Genesenenstatus:

Seit dem 16.2. unterscheidet das RKI nun beim Genesenenstatus zwischen geimpften und ungeimpften Corona-Infizierten.

Bei genesenen Personen, die sich zuvor hatten impfen lassen (ob vollständig oder nur eine Impfung, geht aus den Verlautbarungen nicht hervor), gelten wieder 6 Monate als genesen.

Bei ungeimpften Personen verbleibt es bei der Zeitdauer von 90 Tagen für den Genesenenstatus.