Unternehmen, welche 2020 Corona-Soforthilfe empfangen haben, erhalten in diesen Tagen ein Schreiben der für sie zuständigen Bewilligungsbehörde. Deshalb herrscht unter unseren Mitgliedern teils Verunsicherung, ob diese Schreiben echt sind.

Tatsächlich dient dieses Schreiben der Mitteilung und dem Abgleich steuerlich relevanter Daten.

Anlass und Inhalt des Schreibens und enthaltene Daten

Das Schreiben ist bundesrechtlich veranlasst und für das Jahr 2020 steuerlich relevant. Es informiert die Zuwendungsempfänger, dass die Finanzverwaltung zu ihrem Vorgang Daten erhält und welche Daten übermittelt werden. Konkret geht es um folgende Daten:

  • die Art der Zahlung, also die Corona-Soforthilfe
  • die Höhe der Zahlung
  • das Datum der Bewilligung und der Zahlung bzw. der Zahlungsanordnung
  • die Bankverbindung, der Name (Firma oder Name), die Anschrift und die Steuernummer des Zahlungsempfängers.

An Stelle des Aktenzeichens des Bewilligungsbescheides wird eine neue „MVO“-Nummer angegeben.

Höhe der eingetragenen Zahlung

Die Mitteilung betrifft ausschließlich Corona-Soforthilfen (Bund und Freistaat) aus dem Frühjahr 2020 und keine anderen Hilfen wie Überbrückungshilfen oder November-/Dezember-Hilfen. Die Höhe der angegebenen Zahlung wird aus der Summe der Auszahlungen abzüglich im Jahr 2020 getätigten Rückzahlungen errechnet. Eventuelle Rückzahlungen aus den Jahren 2021/2022 sind nicht berücksichtigt, da sie für 2020 steuerlich nicht relevant sind.

Handlungsbedarf der Empfänger nur bei fehlerhaften Daten

Sind die Daten korrekt, müssen die Soforthilfeempfänger nichts veranlassen.

Sind die Daten unzutreffend oder fehlerhaft, haben die Empfänger die Möglichkeit, die übermittelten Daten zu korrigieren. Das kann nur digital über einen individuellen, im Schreiben enthaltenen Link vorgenommen werden. Dieser Link muss händisch eingegeben werden.