Seit dem 1. September 2022 haben sich die Regelungen zur Übermittlung der erforderlichen Informationen zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln geändert. Die Neuerungen betreffen auch Restaurants, Betriebskantinen oder Großküchen (alle Unternehmen, die an der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmittel zusammenhängende tigkeiten ausführen.) Jeder Unternehmer muss darlegen können, von wem er ein Lebensmittel oder Rohmaterial erhalten hat (eine Stufe zurück) und an wen er die Lebensmittel abgegeben hat (eine Stufe vor).

Seit 1. September 2022 sind Informationen zur Rückverfolgbarkeit nur noch in elektronischer Form möglich, also per Email. Geeignete Formate sind Excel Tabellen oder Pivot-Tabellen. Andere Formate sind eher kritisch zu sehen, da sie von den Behörden ggf. nicht ausgelesen werden können; denkbar sind aber auch pdf und Bilddateien oder Access. Übersendungen in Papierform sind nicht mehr erlaubt.

TIPP: Teilweise sind die erforderlichen Informationen zu den Lebensmitteln schon in den Lieferscheinen und Rechnungen enthalten. Bitten Sie Ihren Händler/Lieferanten ihnen diese elektronisch zu übermitteln.

Änderungen zum 1. September 2022

  • Seit 1. September 2022: Ab dem 01.09.2022 sind die zur Rückverfolgbarkeit erforderlichen Informationen – so vorzuhalten,
    dass sie der zuständigen Behörde
    spätestens 24 Stunden nach Aufforderung
    elektronisch übermittelt werden können

Das bedeutet, dass eine Übermittlung der geforderten Informationen zur Rückverfolgbarkeit nicht mehr in Papierform erfolgen darf.

Änderungen zum 31. Dezember 2022

  • Ab 31. Dezember 2022: Informationen sind so- vorzuhalten,
    dass sie der zuständigen Behörde
    – spätestens 24 Stunden nach Aufforderung

    in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format
    elektronisch übermittelt werden können.
    Was unter einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu verstehen ist, ist bislang nicht geklärt.  Hierzu werden wir Sie auf dem Laufenden halten, sobald wir Näheres erfahren.

TIPP: Fragen Sie bei ihrer zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde vor Ort nach, , was unter einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu verstehen ist.

Härtefälle

Wenn Sie die Anforderungen nicht erfüllen können, sollten Sie einen Antrag auf Ausnahme bei der örtlich zuständigen Überwachungsbehörde stellen.

Ausführliche Informationen sowie Vorlagen für die Dokumentation finden Sie in einem DEHOGA Merkblatt. Das  Merkblatt kann hier im DEHOGA-Shop abgerufen werden. Für DEHOGA-Mitglieder ist es kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen 04,50 EUR.