Der Bundestag hat gestern eine Pflicht zu Mehrwegverpackungen für To-Go-Kaffee und Take-Away-Essen beschlossen. Ab 2023 müssen Restaurants und Cafés ihren Kunden beim Straßenverkauf künftig neben Einwegverpackungen auch alternativ eine Mehrwegvariante anbieten. Dabei darf das Produkt in Mehrwegverpackung nicht teurer sein als bislang. Für Gastronomiebetriebe mit weniger als 80 Quadratmetern Fläche und maximal fünf Mitarbeitern gilt die Vorschrift nicht, aber sie müssen den Kundinnen und Kunden ermöglichen, deren eigene Mehrwegbehälter zu befüllen. 

Ab 2022 ist zudem ein Pfand auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff verpflichtend. Außerdem müssen dann sämtliche Getränkedosen mit einem Pfand belegt werden. Die Gesetzesnovelle beendet die bisherigen Ausnahmeregelungen für bestimmte Getränke in Plastikflaschen und Dosen.

Die Novelle muss allerdings noch den Bundesrat passieren.

Für den VEBWK kommt diese neue Verpflichtung für Gastronomen zur absoluten Unzeit. Nach monatelangen Schließungen der Gastronomiebetriebe und dem daraus folgenden Existenzkampf vieler Betriebe sind zusätzliche Kosten das, was die Betriebe nun am allerletzten brauchen.