Das Mehrweg-Geschirr kommt in die Gastronomie. Ab dem 1. Januar 2023 muss bei der Abgabe von Speisen und Getränken eine Mehrwegalternative angeboten werden, darüber hinaus müssen die Kunden darauf hingewiesen werden. Dabei dürfen die Speisen und Getränke nicht zu schlechteren Konditionen angeboten werden. Natürlich darf für die Mehrwegverpackungen ein Pfand erhoben werden. Für kleinere Betriebe genügt es, vom Kunden mitgebrachte Gefäße zu befüllen.

Derzeit sind in Deutschland elf Poolsysteme etabliert (Übersicht siehe am Ende des Artikels), die gegen Pfand und eine Systembeteiligungsgebühr Mehrwegverpackungen anbieten. Alternativ können die Verkaufsstellen sich auch eigene Mehrweggefäße beschaffen und diese gegen Pfand an die Kunden abgeben.

Die Wirtschaftsförderung und Abfallwirtschaft aus Stadt und Landkreis Landshut haben am Montag zum zweiten „Runden Tisch Mehrwegverpackungen in Landshut“ in das Landshuter Rathaus eingeladen. Das Fazit: Die Gastronomiebranche in der Region tendiert in großen Teilen in Richtung eines etablierten Geschirr-Pfandsystems.

Insbesondere die Bäckerinnung, für die in erster Linie die Mehrwegbecher für den Coffee-to-go von Bedeutung sind, setzen weiterhin auf den in Landshut eingeführten Recup-Becher. Mit deutschlandweit 11.600 Ausgabestellen ist der Recup-Becher flächendeckend etabliert und er funktioniert. Durch den Landshuter Recup-Becher gibt es sogar eine regionale Identifikation, die weiterhin genutzt werden soll.Neben dem Recup-Becher bietet das Münchner Unternehmen Recup auch eine Schale an, die sogenannte Rebowl. Auch diese ist bereits in bundesweit mehr als
2.600 Ausgabestellen vertreten und erfüllt die Anforderungen und Ansprüche, wie sie die Landshuter Gastronomen und die Metzgerinnung am Runden Tisch für die Ausgabe von Speisen zum Mitnehmen formuliert haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass  die Systemgebühr für Recup-Becher und die Rebowl-Schale nur einmal anfällt.

Laut DEHOGA und Metzgerinnung sind die Kosten für Einwegverpackungen zuletzt um rund 40 Prozent gestiegen und es gibt immer mehr Hinweise auf Lieferschwierigkeiten für Einwegverpackungen. Daher bieten die Mehrwegsysteme auch ökonomische Vorteile. Außerdem, so waren sich die Teilnehmer einig, sei die Verpackungsflut nicht mehr zeitgemäß und passe nicht zu einer nachhaltigen Betriebsführung. Wichtig sei daher, auch die Kunden auf die Vorteile der Mehrwegverpackungen hinzuweisen. Auch wenn die Anbieter ihre Speisen künftig in
Mehrwegpfandsystemen anbieten, sei nichts gewonnen, wenn die Verbraucher diese Systeme nicht nutzen und weiterhin nach einer Einwegverpackung verlangten. Daher komme auch der Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Bedeutung zu.

Wer sich noch nicht mit dem Thema Mehrwegverpackung beschäftigt hat, sollte dies langsam tun. Umfangreiche Informationen hierzu finden man auch auf folgender Seite: https://esseninmehrweg.de/

Eine Übersicht der derzeit auf dem Markt befindlichen Poolsystemanbieter mit den jeweiligen Merkmalen finden Sie HIER