29 Apr 2020

Seit Montag gilt in Bayern die Maskenpflicht für Kunden, ihre Begleitpersonen und für das Personal in Geschäften und Einkaufscentern. Kinder unter 6 Jahre müssen KEINE Maske tragen.

 Die „Maskenpflicht“ gilt auch für Personen bei der Nutzung von Verkehrsmitteln und Einrichtungen des öffentlichen Nachverkehrs. Zum ÖPNV gehören neben Schienennahverkehr, Bus, U-Bahn, S-Bahn und Tram auch Taxi und Mietwagen mit Fahrer (Chauffeurdienstleistungen), wenn sie im Nahverkehr benutzt werden. Die Maskenpflicht beginnt bereits in Wartehallen, an Bahnsteigen, Bushäuschen und auch im Bereich nach den Stempelautomaten in U-Bahnhöfen ist bereits die Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Maske und Auto fahren

Ist der Fahrer alleine im Auto (Kfz) unterwegs, muss er keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

 Sollten in seltenen Ausnahmefällen (z.B. bei einer gemeinsamen Fahrt mit Arbeitskollegen) zusätzlich zum Fahrer noch weitere haushaltsfremde Personen im Auto sein, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen.

 In diesem Fall hat der Fahrer darauf zu achten, dass er sein Gesicht nur so verhüllt, dass er weiterhin erkennbar ist, insbesondere müssen die Augen noch erkennbar sein.

Wenn man gerade vom Supermarkt kommt und sich vorschriftsmäßig die Hände waschen will, sobald man die Maske absetzt und deshalb mit Maske nach Hause fährt, so ist dies möglich. Fahrer mit Mund-Nasen-Schutz haben nichts zu befürchten, solange der Corona-Ausnahmezustand besteht. Diverse bayerische Polizeidienststellen haben deshalb bereits mit Unterstützung des Innenministeriums darauf hingewiesen, dass sie es mit dem Vermummungsverbot in nächster Zeit nicht ganz so genau nehmen wie üblich.

Asthmatiker/ Behinderung oder ähnliches: Was gilt für sie?

Wenn Sie unter Asthma, einer Behinderung oder einer anderen Erkrankung leiden, die Ihnen das Tragen einer „Maske“ unzumutbar erschwert, müssen Sie keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Denken Sie daran, möglichst eine (formlose) ärztliche Bestätigung mit sich zu führen, um die für Sie geltende Ausnahme ggf. glaubhaft machen zu können.

Verstoß gegen die Maskenpflicht

Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet. Besonders teuer wird es für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt: Hierfür sieht der Bußgeldkatalog eine Zahlung von 5000 Euro vor.