Wer eine Sommerparty mit Ballermann-Hits veranstaltet, darf sie seit dem 14. Juli auch wieder „Malle-Party“ nennen. Bisher mussten Veranstalter damit rechnen, abgemahnt zu werden, weil sie gegen Markenrecht verstießen. Denn im April 2002 hatte ein Unternehmen beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) „Malle“ als Marke angemeldet.

Der Markeninhaber ließ viele Discothekenbetreiber abmahnen und ging bisweilen mit einstweiligen Verfügungen gegen Partyveranstalter vor, die das Wort dennoch im Titel verwendeten. 2019 reichte dann ein Unternehmen einen Löscheintrag ein. Daraufhin begründete das Europäische Markenamt (EUIPO), dass die Marke „Malle“ als „umgangssprachliche Bezeichnung der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca die geographische Herkunft der von ihr geschützten Waren und Unterhaltungsdienstleistungen beschreibt.“ Das Amt befand den Begriff als nicht schutzfähig und erklärte die Marke „Malle“ im März 2020 daher für nichtig.