Der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe wird 2023 auf 5% ansteigen. Das ist einer Verordnung zu entnehmen, die das BMAS vorgelegt hat. Eine noch weitere Anhebung der Abgabe in der Künstlersozialversicherung konnte durch einen Zuschuss aus Bundesmitteln verhindert werden.

Wie das Bundesarbeitsministerium am 11. August in Berlin mitteilte, wurde ein entsprechender Verordnungsentwurf an die anderen zuständigen Ministerien sowie an Verbände zur Abstimmung weitergeleitet. Aktuell liegt der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse (KSK) bei 4,2 Prozent.

Da es seit 2018 und auch während der schwierigen Phase der Corona-Pandemie keine Erhöhung gab, stellte der Bund laut Ministerium zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 117 Millionen Euro in den Jahren 2021 und 2022 bereit. „Angesichts der großen wirtschaftlichen Schäden in der Kunst- und Kulturwirtschaft infolge der Pandemie hätte der Abgabesatz für 2023 eigentlich auf 5,9 Prozent angehoben werden müssen“, hieß es. Durch weitere Bundesmittel in Höhe von rund 58,9 Millionen Euro werde der Anstieg des Abgabesatzes im kommenden Jahr jedoch auf fünf Prozent begrenzt.

Die Künstlersozialabgabe deckt Teile der Kosten für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung der freiberuflich Tätigen in Kunst-, Kultur- und Medienbranche.Wie auch andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen selbstständige Künstler/innen und Publizist/innen die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge tragen. Die andere Beitragshälfte setzt zusammen aus einem Bundeszuschuss (20 Prozent) und der Künstlersozialabgabe der deutschen Kultur- und Medieneinrichtungen (30 Prozent) zusammen. Dadurch wird die Verwertung von künstlerischer und publizistischer Leistung finanziert.