Ab dem 1. November werden keine Ausgleichszahlungen an Ungeimpfte in Quarantäne gezahlt. Eine Ausnahme gilt nur für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Was gilt bezüglich der Abfrage des Impfstatus?

In besonders sensiblen Bereichen wie Kita, Schule und Pflege dürfen Arbeitgeber Auskunft von ihren Beschäftigten verlangen, ob sie gegen Corona geimpft oder genesen sind. In anderen Branchen ist diese Frage höchst umstritten. Viele Fachleute lehnen ein solches Fragerecht aufgrund des Persönlichkeitsrechts und Datenschutzes ab.

ABER: Wenn es um Entschädigungszahlungen geht, ergibt sich ein anderes Bild. Wenn der Arbeitnehmer in Quarantäne ist, dann ist er auch verpflichtet, seinem Arbeitgeber den Impfstatus mitzuteilen. Verweigert der Arbeitnehmer die Auskunft oder ist nicht geimpft, verfällt das Recht auf den Entschädigungsanspruch, wenn die Quarantäne durch eine Impfung hätte vermieden werden können (z. B. bei Urlaubsreisen). Der Arbeitgeber muss die Entschädigung für den Verdienstausfall dann bezahlen, holt sich diesen im Anschluss wieder von der zuständigen Behörde.

TIPP

Als Arbeitgeber sollten Sie die Entschädigungszahlung für einen Arbeitnehmer in Quarantäne solange verweigern, bis der Arbeitnehmer einen Nachweis über eine Imfpung bzw. einen Nachweis, dass er nicht geimpft werden kann, vorlegt. Sonst kann es Ihnen passieren, dass sie die Entschädigung von der zuständigen Behörde nicht erstattet bekommen.