Das Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, es unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Denn das Kurzarbeitergeld verändert den Steuersatz für sonstige Einkünfte der Empfänger. Zu den sonstigen Einkünften gehört auch der Lohn.

Der Arbeitgeber darf diesen höheren Steuersatz aber nicht auf die monatliche Lohnzahlung anwenden. Deswegen führen Betriebe und Unternehmer erst einmal weniger Steuern ab und überweisen Gehälter mit dem alten Steuersatz. Mit der Steuererklärung holt sich das Finanzamt dann das fehlende Geld wegen des veränderten Steuersatzes zurück.

Wer ist von einer Steuernachzahlung bedroht?

Die Nachzahlung droht allen Kurzarbeitern, die Kurzarbeitergeld zusätzlich zum Lohn erhalten haben. Waren Beschäftigte dagegen für eine längere Zeit zu 100 % in Kurzarbeit und haben später wieder regulär gearbeitet, dann kann es sogar sein, dass diese Beschäftigten eine Rückzahlung vom Finanzamt erhalten.

Hat der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld aufgestockt, dann bleibt diese zusätzliche Zahlung steuerfrei. Das bedeutet: Aufstockung und Kurzarbeitergeld, dürfen insgesamt nicht mehr als 80 Prozent des normalen Verdienstes ergeben.

Einige konkrete Beispiele mit verschiedenen Fallkonstellationen hat der Bund der Steuerzahler zudem auf seiner Website veröffentlicht.

Finanzielles Polster zulegen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund rät betroffenen Arbeitnehmern, Geld für eine eventuelle Nachzahlung auf die Seite zu legen. Konkret sollte man 10 Prozent des ausgezahlten Kurzarbeitergeldes auf der hohen Kante haben.