Seit Beginn der Corona-Krise am 16.3.2020 haben viele Geschäfte geschlossen und ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Diese Möglichkeit bestand für Auszubildende bislang NICHT.

Erst nach einem Arbeitsausfall von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen kann für Auszubildende Kurzarbeitergeld beantragt werden. Bis dahin bekommen sie die volle Ausbildungsvergütung.

In der Regel sind Auszubildende aber nicht von Kurzarbeit betroffen. Der Ausbildungsbetrieb muss versuchen, die Ausbildung weiter zu ermöglichen, indem er z.B. den Ausbildungsplan umstellt oder Auszubildende in einer anderen Abteilung unterbringt.

Wegen des Coronavirus haben viele Betriebe aber kaum eine andere Möglichkeit, insbesondere wenn der Betrieb geschlossen werden muss. In so einem Fall ist Kurzarbeit auch eine Option für Auszubildende.

Kurzarbeitergeld kann außerdem ohne weiteres auch für Auszubildende gezahlt werden, die nach Abschluss ihrer Berufsausbildung eine versicherungspflichtige (befristete oder unbefristete) Beschäftigung bei demselben oder einem anderen Arbeitgeber aufnehmen.

 Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld für Auszubildende?

Aufgrund der Corona-Krise braucht es KEINE schriftliche Bestätigung durch die IHK, wie normalerweise üblich. Das heißt, die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass ein Betrieb alle Maßnahmen ausgeschöpft hat, bevor er Kurzarbeitergeld beantragt hat.
  
Weiterhin erforderlich ist allerdings eine schriftliche Bestätigung bei Einreichung des Leistungsantrags bei der Bundesagentur für Arbeit, dass Sie für eine Fortführung der Ausbildung alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

Außerdem muss dem Antrag auf Kurzarbeit eine Einverständniserklärung mit den Unterschriften Ihrer Auszubildenden angefügt sein. Wenn Sie ihre Auszubildende nicht erreichen können, vermerken Sie, dass Sie die Unterschrift unaufgefordert nachreichen.

Der/die Auszubildende wurden über die Einführung der Kurzarbeit am (Datum einfügen) informiert und erklären sich damit einverstanden (Unterschrift Azubi):