Viele Gastronomen überlegen sich neue Handtrockner anzuschaffen, da solche auch im Rahmen der Überbrückungshilfe III gefördert werden. Der VEBWK hat dem Bayerischen Gesundheitsministerium nun die Frage vorgelegt, welche Arten von Handtrockner erlaubt sind.

DENN:

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III werden nach der Beispielsliste für förderfähige Hygienemaßnahmen in den FAQs des Bundeswirtschaftsministerium explizit Handtrockner mit UVC genannt.

In den aktuellen Vorgaben des Rahmenkonzepts Gastronomie heißt es dagegen:

Gästen und Mitarbeitern werden ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher oder funktionstüchtige Endlostuchrollen und ggf. Händedesinfektionsmittel (Wirkbereich mindestens „begrenzt viruzid“) bereitgestellt. Mitarbeiter werden zum richtigen Händewaschen geschult. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmalhandtüchern oder funktionstüchtigen Endlostuchrollen auszustatten. Trockengebläse sind außer Betrieb zu nehmen, eine Ausnahme gilt für elektrische Handtrockner mit HEPA-Filterung.

Nach der uns nun vorliegenden Antwort des Bayerischen Gesundheitsministerium sind Handtrockner mit UVC NICHT zulässig:

„Aus infektiologischer Sicht sind UVC-Handtrockner kritisch zu bewerten.

 UV-Strahlung ist hochwirksam im Bereich der Desinfektion und auch gegen das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen. Bei der Desinfektion mittels UV-C-Strahlung handelt es sich um ein Verfahren, das seit Langem zum Abtöten von Bakterien und Viren z. B. auf Oberflächen eingesetzt wird. Die UV-C-Strahlung reagiert photochemisch mit der DNA und weiteren lebenswichtigen Zellbestandteilen der betreffenden Mikroorganismen. Allerdings warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vor dem Einsatz: „Das BfS warnt davor, UV-C-Entkeimungsgeräte am Körper einzusetzen. Für die Augen und die Haut stellt dies ein gesundheitliches Risiko dar. UV-C-Strahlung ist, wie UV-A- und UV-B-Strahlung, schädlich für den Menschen. (https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-alltag-technik/uv/uv-c-strahlung/uv-c-desinfektion.html).

 Aktuell gibt es kein verfügbares einheitliches Regelwerk, um UV-Luftententkeimung hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit zu beurteilen und entsprechend zertifizieren zu können. Eine DIN Arbeitsgruppe arbeitet daher an konkreten Handlungsempfehlungen für den Einsatz von UV-Luftentkeimern, wie deren Wirksamkeit bestimmt und wo Geräte eingesetzt werden können.

https://www.ptb.de/cms/presseaktuelles/journalisten/nachrichten-presseinformationen/presseinfo.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=10911&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bday%5D=9&tx_news_pi1%5Bmonth%5D=3&tx_news_pi1%5Byear%5D=2021&cHash=3f7049447e72a8958ac41ebbb5280077.

Danach verbleibt es derzeit bei der unter 2.11 des Rahmenkonzeptes Gastronomie getroffenen Regelung, wonach ein grundsätzliches Verbot von Trockengebläsen gilt, von dem nur elektrische Handtrockner mit HEPA-Filterung ausgenommen sind.§