Am 31. Oktober wird in Bayern Halloween gefeiert. Clubs und Diskotheken müssen dann wieder aprupt um 2 Uhr nachts schließen.

Dann tritt laut bayerischem Feiertagsgesetz das Tanzverbot zu Allerheiligen in Kraft. Stille Tage sind in Bayern der Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag und der Heilige Abend.

Die Grünen im Landtag haben nun einen Gesetzentwurf eingebracht, mit dem sie das bayerische Feiertagsgesetz aufheben möchten und Clubs und Diskotheken anderen kulturellen Veranstaltungen und Sportereignissen gleichstellen.

Die Handhabung der „Stillen Tage Regelung“ wird in Bayern weit restriktiver gehandhabt, als in anderen Bundesländern. Der Schutz der Stillen Tage reicht in Bayern weiter als in allen anderen Bundesländern, denn Bayern hat (zusammen mit Baden Württemberg) mit neun stillen Tagen die meisten stillen Tage und im Vergleich mit allen Bundesländern den frühesten Beginn des Schutzes der stillen Tage. Auch das benachbarte Ausland, ebenfalls den christlichen Grundwerten folgend, hat sich längst zu praxisnäheren Regelungen bekannt.

Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur sieht darin weiterhin eine Benachteiligung für die Gastronomie, insbesondere dem Umstand geschuldet, dass ausschließlich die Gastronomie dieser Regel unterworfen wird. Politische Veranstaltungen (z.B. Aschermittwoch) werden ebenso wenig erfasst, wie Sportereignisse und andere Kulturveranstaltungen. Dadurch entsteht eine signifikante Ungleichbehandlung zum Nachteil der freien Wirtschaft.

Der VEBWK begrüßt daher ausdrücklich den Vorstoß der Grünen, vor allem vor dem Hintergrund, dass der Bund in diesem Mai die Clubs und Diskotheken als Kulturorte anerkannt hat.