Angesichts der hohen Corona-Zahlen im Freistaat traf sich heute das bayerische Kabinett zu einer Sondersitzung. Ministerpräsident Söder hatte schon im Vorfeld schärfere Maßnahmen angekündigt.Im Einzelnen wurde heute beschlossen:

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird mit  Wirkung zum Samstag, 6. November in folgenden Punkten geändert:

Die Krankenhausampel wird nachpräzisiert.

Gelbes Level wird erreicht, wenn entweder in den vorangegangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1200 Covidpatienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden oder landesweit mehr als 450 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt sind.

Rotes Level wird erreicht, wenn mehr als 600 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt ind.

Ergänzt wird das ganze um den „Bereich Hotspots“. Hotspot heißt: Inzidenz ab 300 sowie Intensivbettenbelegung von 80 Prozent.

Maßnahmen ab gelb:

  • Bei Masken wird auf FFP2-Masken umgestellt; Ausnahme bei Schulen (Grundschule: Stoffmasken; sonstige Schulen: medizinische Masken)
  • 3G wird zu 3Gplus
  • 3G plus wird zu 2G (Disco und Clubs).Nicht betroffen von diesem Upgrade sind Handel und ÖPNV. Auch im Hochschulbereich gilt 3G weiter. Außerdem: Testverpflichtung in Altenheimen und in der Pflege.

Maßnahmen ab rot:

  • Die Zugangsregelung „3G“ (einfacher Schnelltest zweimal pro Woche genügt) gilt in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten im Falle der roten Stufe außerdem für alle Beschäftigten, die während ihrer Arbeit Kontakt zu anderen Personen haben (egal ob Kunden, andere Beschäftigte oder sonstige Personen).
  • 2G wird ausgeweitet für alle Bereiche in denen sonst 3G gilt
    Ausnahme von 2G:

    • ÖPNV und Handel
    • 3G plus bleibt es bei Gastro, Beherbergungunternehmen und körpernahen Dienstleistungen (z.B. Friseur)
    • 3G gilt weiterhin in Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive.

Außerdem wurde heute beschlossen:

  • Bei Schule wird es ab nächster Woche zwei Wochen die Maskenpflicht geben.
  • Zusätzlich wurde strikte Kontrollen angekündigt. Kontaktbeschränkungen wie in Baden-Württemberg soll es dagegen nicht geben.
  • Künftig entfällt die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen und die Quarantänedauer beträgt grundsätzlich 10 Tage.

 

Kabinettbeschluss vom 3.11.2021