In Bayern steht die Krankenhausampel seit dem 6. November auf Stufe Gelb. Damit einhergehend gelten seit dem 7. November schärfere Corona-Regeln

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat am 6. November 552 Corona-Patient auf den bayerischen Intensivstationen vermeldet. Damit ist der in der neuen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegte Grenzwert für die Stufe Gelb der Krankenhaus-Ampel überschritten, sodass seit dem 7. November landesweit verschärfte Corona-Regeln nach den 3G plus Regeln gelten. Daher gelten die allgemein gültigen Regeln der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Die Krankenhausampel dient als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems. Zum 6. November wurde sie um eine Intensivbettenkomponente erweitert und es wurden konkreten Maßnahmen für den Fall festgelegt, dass sie eine andere Stufe erreicht

Gelbe Stufe
Die gelbe Stufe gilt, sobald entweder in den vorangegangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 Covidpatienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden oder – das ist neu – landesweit mehr als 450 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt sind. Sobald nach Feststellung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege einer der beiden Werte erreicht wurde, gilt landesweit ab dem folgenden Tag:

  • Bei gelber Stufe gilt als Maskenstandard wieder die FFP2-Maske (statt medizinischer Gesichtsmaske). In der Schule und für Kinder und Jugendliche gelten wieder die schon gewohnten Sonderregeln (Stoffmaske in der Grundschule, im Übrigen medizinische Maske).
  • Alle Einrichtungen, Veranstaltungen etc., die bisher nach 3G-Regeln zugänglich sind, sind dann nur nach 3G plus zugänglich: Nichtimmunisierte erhalten also nur mit aktuellem negativen PCR-Test Zutritt. Ausgenommen werden lediglich die Hochschulen sowie außerschulische Bildungsangebote einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive – hier gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).
  • Für Clubs, Diskotheken, Bordellbetriebe und vergleichbare Freizeiteinrichtungen gilt bei Stufe gelb verpflichtendes 2G

Rote Stufe

Die rote Stufe gilt, sobald landesweit mehr als 600 Intensivbetten mit Covidpatienten belegt sind. Sobald dies nach Feststellung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege der Fall ist, gilt landesweit ab dem folgenden Tag:

  • Einrichtungen, Veranstaltungen etc., die bislang nach 3G-Regeln zugänglich waren, sind dann nur nach 2G zugänglich, also nur für Geimpfte und Genesene, nicht für Getestete. Ausgenommen werden hier die Gastronomie, Beherbungsunternehmen und körpernahe Dienstleistungen. Hier bleibt es bei 3G plus. In Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G)

Hotspot Regelung für Landkreise: Ab einer Inzidenz von 300 und 80 % belegten Intensivbetten gelten die Regeln der roten Ampel

Übersicht über regionale Hotspots: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/11/2021-11-07_hotspotuebersicht_corona.pdf

 

WICHTIG: Egal ob die Ampel gelb oder rot ist – für die Gastronomie, das Beherbergungswesen und körpernahe Dienstleistungen bleibt es bei den Regeln des verpflichtenden 3G plus. Nur für Diskotheken und Clubs gelten bei der gelben Ampel die 2G Regeln verpflichtend, aber auch hier ist es möglich, dass das Personal/Wirt, die nicht geimpft oder genesen sind, einen negativen PCR Test machen. Dies gilt allerdings nicht für Gäste, außer, sie verfügen über eine ärtzliches Attest, dass sie sich aus medzinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Damit Sie noch den Überblick behalten haben wir unser Hinweisblatt der Zugangsarten aktualisiert

ZUGANGSARTEN INNENBEREICH (Klick auf den Link)

Gästeausgang bei 3G plus

Änderung der 14. InfektionsschutzmaßnahmenVO vom 5.11.2021

Begründung zur Änderung der 14. InfektionsschutzmaßnahmenVO vom 5.11.2021

 

Dem VEBWK ist es bewußt, dass das PCR Erfordernis für Beschäftigte in der Gastronomie, die weder geimpft noch genesen sind, dazu führt, dass das ohnehin schon wenige Personal noch weniger wird. Deshalb haben wir uns auch an die zuständigen Ministerien gewendet um auf Ausnahmen für Beschäftigte zu drängen. Ein weiteres Problem sind die PCR Tests  im Beherbergungsbereich für nicht geimpfte bzw. genesene für Gäste, die alle 48 Stunden wiederholt werden müssen. Das ist absolut praxisfremd und auch nicht finanzierbar. Richtig problematisch wird es in vielen Freizeitbereichen für Jugendliche ab 12 Jahre, die bei einer roten Ampel kein Kino oder Schwimmbad mehr besuchen können, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.