Personen, die zu einer Gruppe von maximal zehn Personen gehören, müssen nach § 2 Abs. 1 der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
(6. BayIfSMV) die Abstandsregel von 1,5 m zueinander nicht befolgen. Dies gilt nach § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 i.V.m § 2 Abs. 1 Nr. 2 der 6. BayIfSMV auch bei kulturellen Veranstaltungen.


Der Veranstalter hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich zwischen allen Teilnehmern, die nicht zu dem in § 2 Abs. 1 bezeichneten Personenkreis gehören, ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann.  


Veranstalter dürfen nur dann eine Besuchergruppe ohne Einhaltung des Mindestabstands zusammensetzen, soweit diese bis zu zehn Personen gegenüber dem Veranstalter als Gruppe gemeinsam auftreten und daher eine innere Verbindung zueinander aufweisen. Es ist unzulässig, dass ein Veranstalter selbst zehn Personen zu einer Gruppe zusammenfasst und gemeinsam platziert, um so seine Kapazität zu erhöhen. Eine Bestuhlung kann also analog zum Restaurantbesuch erfolgen.