Das Gericht hatte zuvor durchaus Ansprüche des Wirtes gegen seine Versicherung gesehen. «Wir sehen im vorliegenden Fall nichts, was dem Anspruch der Klägerin entgegen steht», hatte die Vorsitzende Richterin Susanne Laufenberg im September gesagt.

Nun haben sich beide Parteien im Streit um die Kosten für die Corona-Schließungen außergerichtlich geeinigt.

Kern des Rechtsstreits war, ob die Versicherung zahlen muss, obwohl das Coronavirus in den Policen nicht explizit genannt ist. Die Allianz hatte argumentiert, dass der Schutz nur dann gelte.

Laut Allianz sieht sie sich deutschlandweit jedoch noch rund weiteren 100 Verfahren gegenüber. Zudem laufen weitere Verfahren gegen andere Versicherer. Diesen Donnerstag soll ein Urteil gegen die Haftpflichtkasse fallen.

Das Ergebnis dieser Entscheidung ist aber nur bedingt richtungsweisend für andere Klagen, da jeder Fall einzeln betrachtet werden muss.