Das Bayerische Gesundheitsministerium hat der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft – vbw  eine Antort auf die Frage: „Wann wird eine betriebliche Veranstaltung zur Veranstaltung i. S. d. § 3 der 15. BayIfSMV?“ mitgeteilt.

„Rein berufliche Sitzungen und Besprechungen sind i. d. R. keine Veranstaltungen i. S. d. 15. BayIfSMV. Wann eine Zusammenkunft die Grenze zur Veranstaltung überschreitet, kann nicht abstrakt und allgemeingültig beantwortet werden, sondern hängt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab. Zu berücksichtigen sind dabei insbesondere der Anlass, Organisationsgrad und Programm bzw. geplanter Ablauf der Zusammenkunft. Auch die Anzahl der teilnehmenden Personen kann hierfür einen Anhaltspunkt bieten. Von einer Veranstaltung ist umso eher auszugehen, je spezieller der Anlass, je höher der Organisationsgrad und je größer die Zahl der Teilnehmer ist. Die Beurteilung des konkreten Einzelfalls obliegt der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde.“

Das 2G-Erfordernis gilt dann gemäß früheren Äußerungen des Gesundheitsministeriums für alle Teilnehmer der Veranstaltung, also auch für solche, die gleichzeitig Beschäftigte sind und nicht nur für externe Gäste. Für unmittelbar mit der Durchführung der Veranstaltung betrautes Personal gilt das 2G-Erfordernis hingegen nicht, z. B. für Gastronomiepersonal bei einer Betriebsfeier im Restaurant. Für diese Personen gelten die allgemeinen Regeln für Beschäftigte, im Fall der Gastronomie bei Kundenkontakt 3G (§ 4 Abs. 4 i. V. m. § 3 Abs. 4 der 15. BayIfSMV).

Die Auslegung zu dieser Frage, hat ohnehin nur noch bis zum 3.4.2022 Relevanz, weil dann sämtliche G-Regeln im Bereich der Gastronomie und bei Veranstaltungen fallen.