Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichtet auf eine Verlängerung der Vorschrift.

Söder war gestern Abend etwas zurückgerudert: Die Einschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Infektionszahlen seien im Kampf gegen die Seuche „in der Tat nicht das Wichtige. Das wird jetzt auch Stück für Stück auslaufen“, so Söder gestern Abend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Das liege auch daran, dass Gerichte die Verbote teilweise kassieren. „Auch bei uns wird das so sein, dass wir das Stück für Stück auslaufen lassen.“ Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten.

Zuletzt hatten die Gerichte in Baden-Württemberg und Niedersachsen das Beherbergungsverbot gekippt. In Sachsen und Saarland wurde es aufgehoben.

Bislang durften Touristen aus nichtbayerischen Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen nur in ein Hotel, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Für Gäste aus Bayern galt dagegen NIE ein Beherbergungsverbot in Bayern, selbst wenn sie aus einem Hotspot kamen.

Trotzdem ist der bereits angerichtete Schaden enorm. Hoteliers berichten von unzähligen Stornierungen nichtbayerischer, aber auch bayerischer Gäste.