Verlängerung Lockdown?

Laut „Business Insider“ erwägen Bund und Länder, bei ihrem Treffen am kommenden Montag den geplanten vierten Öffnungsschritt bundesweit auszusetzen.

Das sich verschlechterte Infektionsgeschehen und die Unsicherheit beim AstraZeneca-Impfstoff lässt das Kanzleramt und Länder-Vertreter offenbar auf die Bremse treten. Stattdessen soll der bislang bis 28. März verlängerte Lockdown abermals weitergehen, womöglich erneut für vier Wochen, heißt es.

Ob sich Bund und Länder tatsächlich auf das Aussetzen der geplanten Öffnungsschritte einigen, hängt auch davon ab, wie die nächsten Tage laufen.

Derweil hat das Land Berlin schon beschlossen, dass es vorläufig keine weiteren Lockerungen im Bereich von Gastronomie und Kultur geben soll.

Modellversuch Tübingen

Während bundesweit eine Verlängerung des Lockdowns im Raum steht, hat die Stadt Tübingen einen Modellversuch gestartet: Bürger können sich einen sogenannten Tagespass ausstellen lassen, der sie unter anderem zum Zutritt von Geschäften, Kinos, Restaurants im Außenbereich, Theatern und Friseuren berechtigt.

Das dreiwöchige Experiment wird von der Universität Tübingen eng begleitet.

Der Tübinger OB Boris Palmer dazu: „Ich hoffe, dass sich zeigen wird, dass in Tübingen die Zahlen sich besser entwickeln als im Land, obwohl anderswo weniger offen ist. Und wenn das der Fall sein sollte, dann darf man glaube ich annehmen, dass es erfolgreich war“ sagt er im skype Interview dem Nachrichtensender ntv am Dienstag.

Pressemitteilung Tübingen

VEBWK Bewertung

Unabhängig von aktuellen Inzidenzwerten muss bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz kommenden Montag, eine Öffnungsperspektive für die Gastronomie genannt werden. Der Großteil der Ansteckungen findet nach wie vor im Privatbereich statt. Dieser Effekt wird sich verstärken, wenn es nicht möglich ist, sich unter bewährten Hygienekonzepten auch im öffentlichen Raum wieder zu treffen. Laut RKI kamen nur 0,53 % der Infektionen aus dem Gastgewerbe! Die Inzidenzwerte müssen in Relation zu den Testungen gesetzt werden. Die Intensivbettenbelegung geht weiter zurück, ebenso die Anzahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.