Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für die Gastronomie sollte eigentlich zum Jahresende auslaufen, wird aber jetzt bis Ende 2023 verlängert. Das hat der Finanzausschuss im Bundestag beschlossen. 

Gute Nachrichten gibt es auch für die kleinen Brauereien.

Über einen Änderungsantrag eingefügt wurde nämlich die Weiterführung der ermäßigten Sätze der Biersteuermengenstaffel, die mit den Corona-Hilfsmaßnahmen eingeführt worden war und eigentlich ebenfalls zum Jahresende 2022 ausgelaufen wäre.

Zur Stärkung der „einzigartigen Biervielfalt und Braukunst“ sowie der mittelständisch geprägten Brauereistruktur sollen die ermäßigten Sätze der Biersteuermengenstaffel entfristet werden und dauerhaft in Kraft bleiben, heißt es nun.  Zusätzlich wird die Bierwürze, die zur Herstellung von alkoholsteuerpflichtigen Waren verwendet wird, von der Biersteuer befreit.

Für den VEBWK ist die Verlängerung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen ist ein wichtiges Signal für die Branche, die mit der derzeitigen Energiekrise in einer Situation ist, die fast noch bedrohlicher als die Coronakrise ist.  Trotzdem ist die Verlängerung bis 31.12.2023 nur ein Etappenziel. Ziel muss eine dauerhafte Entfristung sein, unter Einbeziehung von Getränken, damit auch die getränkegeprägte Gastronomie, die mit am schlimmsten von der Coronapandemie betroffen war, davon partizipiert. Die Entfristung trägt außerdem dazu bei, das gastronomische Angebot zu sichern und Preissteigerungen aufzufangen.

Die niedrigere Biersteuer dagegen ist ein wichtiger Baustein zur Unterstützung der mittelständischen Brauereien. In der aktuellen Phase mit  hoher Inflation und stark gestiegener Rohstoffpreise wie Energie, Transport, Gersten- oder Weizenmalz hätte eine Rücknahme der ermäßigten Biersteuer  zu einer Existenzgefährdung  kleiner und mittelständischer Brauereien geführt. Außerdem hat sich für die Branche durch die Knappheit von Kohlendioxid ohnehin schon das nächste Problem aufgetan.