Wie berichtet, wird der Zugang für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte zu den außerordentlichen Wirtschaftshilfen für den Monat November und Dezember verbessert und vereinfacht. Künftig ist der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt.

Nunmehr wird voraussichtlich für alle Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte der Zugang zur November- und Dezemberhilfe deutlich vereinfacht. Künftig soll die Gaststätte unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt sein. Dies betrifft vor allem Brauereigaststätten, Straußenwirtschaften oder Vinotheken, die neben der Gaststätte meist noch eine Brauerei oder ein Weingut betreiben.

Wie uns das Wirtschaftsministerium auf Nachfrage mitgeteilt hat, sind davon aber auch andere Fallgestaltungen voraussichtlich betroffen wie z. B.

  • Metzgerei mit angeschlossener Gaststätte
  • Getränkemarkt mit angeschlossener Gaststätte
  • Landwirtschaft mit angeschlossenem Cafe

Denn nach den FAQs des Bundes gilt als „jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtspersönlichkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zum Stichtag 29. Februar 2020 zumindest einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatte“. Die Branche des nichtgastronomischen Unternehmensteils ist daher unerheblich; entscheidend ist die Verbindung mit einem Gastronomiebetrieb, so das Bayerische Wirtschaftsministerium.

Damit entfällt künftig die Berechnung, ob ein Unternehmen mit seiner Gaststätte mindestens 80 Prozent seiner gesamten Umsätze erzielte.

Der Bund wird voraussichtlich in den nächsten Tagen die FAQs entsprechend aktualisieren. Das Wirtschaftsministerium empfiehlt daher, die FAQs im Auge zu behalten.