Das neu gestartete Hygieneportal „Topf Secret“ soll für mehr Transparenz in Sachen Lebensmittelhygiene sorgen. Dabei nutzt das Portal die Auskunftspflicht der Behörden, die den Antragsteller über die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen informieren muss. Diese Anfrage wird nun durch das Portal TOP SECRET stark vereinfacht. Bereits am ersten Tag gingen 4.500 Anfragen ein. Die Ergebnisse soll man dann auf der Plattform hochladen.

Brauchen wir ein solches Portal aber wirklich?
Die klare Antwort lautet NEIN! Zu groß ist die Gefahr zu Unrecht an den Pranger gestellt zu werden. Die betroffenen Betriebe haben keine Möglichkeit Stellung zu nehmen, Beanstandungen liegen oft lange in der Vergangeneheit zurück und entsprechende Nachkontrollen werden nur veröffentlicht, wenn diese auch wieder separat angefragt werden. Hauptkritikpunkt aber ist, dass die Gäste, die das online lesen, ohne großen Aufwand gar nicht einschätzen können, ob die Beanstandung wegen einer abgeplatzten Küchenfliese oder wegen eines tatsächlichen Mangels ausgesprochen wurde, der Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit hat.

DER VEBWK lehnt diese Plattform daher ab. Ob Wettbewerb oder einfach nur Spaß am Ärgern – allem wird Tür und Tor geöffnet. Ergo: es ist eindeutig ein Internet-Pranger. Das etablierte System der amtlichen Lebensmittelüberwachung wird zugunsten eines vermeintlichen Transparenzgewinns in Frage gestellt und ganze Existenzen leichtfertig aufs Spiel gesetzt.