Bundesumweltministerin Svenja Schulze will Verschärfungen bei den Plastikverpackungen. Wer Essen to Go oder Kaffee außer Haus verkauft, soll ab Januar 2023 auch eine Mehrwegvariante anbieten müssen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll diese Woche noch im Bundeskabinett eingebracht werden, wie die Bild am Sonntag berichtet. Laut BamS sind davon alle Gastronomen, Caterer und Lieferdienste erfasst, ausgenommen Betriebe mit weniger als 80 qm Fläche und maximal 5 Mitarbeitern.

Außerdem soll laut ARD die Pfandpflicht auf Fruchtsäfte ohne Kohlensäure erweitert werden.

Für den VEBWK kommt ein solcher Gesetzentwurf zur absoluten Unzeit. Während die Gastronomiebranche in der aktuellen Corona-Krise ums nackte Überleben kämpft ist ein Gesetzentwurf, der weitere Kosten verursacht, nur Öl ins Feuer im aktuellen Überlebenskampf. Davon abgesehen machen Mehrwegverpackungen nur dann Sinn wenn sich möglichst viele Betriebe auf ein einheitliches Pfandsystem einigen. Für die gastronomischen Betriebe ist es in aller erster Linie eine Investition – denn auch wenn die Nutzungsgebühr für die Mehrwegschalen vergleichbar mit der Anschaffung von Einweggeschirr ist, so bedarf es doch einer Spülmaschine und zusätzlichem Arbeitsaufwand.