Der allgemeinen Corona-Lockdown in Deutschland soll bis zu den Osterferien verlängert werden. Für die Gastronomie gibt es wieder keine Öffnungsperspektive. Einzig die Außengastronomie wird in der Beschlussvorlage angesprochen, die dem VEBWK vorliegt.

Darin heißt es: „Die bestehenden Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder bleiben weiterhin gültig, sofern dieser Beschluss keine abweichenden Festlegungen trifft. Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum 28. März 2021 verlängern.“ 

„Besteht in dem Land oder der Region eine stabile oder sinkende 7-Tage-Inzidenz von unter XX Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, so kann das jeweilige Land 14 Tage nach dem dritten Öffnungsschritt folgende weitere Öffnungen landesweit oder regional vorsehen: Die Öffnung der Außengastronomie für Besucher mit vorheriger Terminbuchung mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung; Sitzen an einem Tisch Personen aus mehreren Hausständen ist ein tagesaktueller COVID-19 Schnell- oder Selbsttest der Tischgäste erforderlich.“

„Über weitere Öffnungsschritte und die Perspektive für die hier noch nicht benannten Bereiche aus den Brachen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels wird im Lichte der Infektionslage unter Berücksichtigung der angelaufenen Teststrategie, des Impfens, der Verbreitung von Virusmutanten und anderer Einflussfaktoren auf der nächsten Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten.“

Das nächste Bund-Länder-Treffen soll am 24.3. stattfinden.

Diesen Entwurf traf bislang allerdings nur eine „Viererrunde“ aus Bundeskanzleramt, Bundesfinanzministerium sowie den Staatskanzleien von Bayern und Berlin.

VEBWK Bewertung
Eine Perspektive lediglich für die Außengastronomie ist eine Farce – noch dazu nur mit vorheriger Anmeldung, was völlig wirklichkeitsfremd ist. Bei schönem Wetter tummeln sich hunderte von Menschen z. B. an der Isar, im Biergarten soll das dann nur mit Anmeldung möglich sein. Wieder und wieder drückt man sich darum,  Maßstäbe zu finden, unter welchen die Gastronomie öffnen kann. Was für andere Branchen selbstverständlich ist, gilt für das Gastgewerbe offensichtlich nicht. Das Gastgewerbe wird nach wie vor stiefmütterlich behandelt, ganz nach dem Motto: Ihr bleibt zu, damit andere öffnen können! Das ist nicht akzeptabel, vernichtet Arbeitsplätze und Existenzen!