Mit dem erklärten Willen zu stufenweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen wurde bei der heutigen Bund-Länder-Konferenz des Bundeskanzlers mit den Ministerpräsidenten die aktuelle Corona-Lage bewertet und Beschlüsse zur weiteren Bekämpfung der Pandemie gefasst. Folgender Lockerungsfahrplan ist geplant:

  • Stufe 1:
    Private Feiern und Treffen sollen für Geimpfte und Genesene ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich sein. In Bayern gilt dies bereits ab Donnerstag. Für Ungeimpfte bleiben die bestehenden Einschränkungen bis zum 19. März 2022 bestehen. Sobald eine ungeimpfte Person an einer Zusammenkunft teilnimmt, gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Personen: Das Treffen ist dann auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind hiervon ausgenommen. Das gilt in Bayern ebenfalls bereits ab Donnerstag.
    Im Einzelhandel sollen die Zugangsbeschränkungen fallen. Großveranstaltungen sollen unter den Corona-Regel 2G-plus möglich sein.
  • Stufe 2 (ab 4. März):
    Restaurants und Bars sollen unter 3G-Regeln normal öffnen dürfen. Clubs könnten wieder aufmachen (2G+). Geboosterte brauchen keinen Test.Auch Übernachtungsangebote können von Geimpften, Genesenen und Personen mit tagesaktuellem Test wahrgenommen werden.Bei Großveranstaltungen können weiterhin nur Genesene und Geimpfte als Zuschauerinnen und Zuschauer teilnehmen. Bei Veranstaltungen in Innenräumen ist maximal eine Auslastung von 60 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität zulässig, wobei die Personenzahl von 6000 Zuschauern nicht überschritten werden darf. Das ist eine Erhöhung gegenüber den ursprünglichen Plänen, hier stand eine Obergrenze von 4000 zur Debatte. Bei Veranstaltungen im Freien ist maximal eine Auslastung von 75 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität zulässig, wobei die Personenzahl von 25.000 Zuschauern zum Beispiel in der Fußball-Bundesliga nicht überschritten werden darf. Zuschauer sollen aber medizinische Masken tragen, am besten FFP2.
  • Stufe 3 ab dem 20. März 2022:
    Ab dem 20. März 2022 sollen alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen entfallen. Auch die nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtenden Homeoffice-Regelungen fallen weg. „Arbeitgeber können aber weiterhin im Einvernehmen mit den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anbieten, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen und diese im Interesse des betrieblichen Infektionsschutzes liegt.Weiterhin sollen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens und des Schutz gefährdeter Personen die rechtlichen Möglichkeiten bestehen bleiben für:

    • Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, Bussen und Bahnen
    • Abstandsgebot
    • allgemeine Hygienevorgaben
    • in bestimmten Bereichen Testen
    • Nachweispflicht für Impf-, Genesenen- oder Test-Status
  • Streit um Genesenenstatus
    Nach der kurzfristigen Verkürzung von sechs auf drei Monate durch das Robert-Koch-Institut, die für viel Ärger sorgte, sollen dem RKI und dem Paul-Ehrlich-Institut die „Blankovollmachten“ für solche Entscheidungen, durch die viele Bürger ihre 2G-Zugangsberechtigungen von einem Tag auf den anderen verloren haben, wieder entzogen werden. Gesundheitsminister Karl Lauterbach will künftig wieder die Entscheidungen selbst treffen.

Der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden zur CoronaPandemie am 17. März 2022 erneut zusammenkommen. Sofern es die Lage erforderlich macht, kommen sie früher zusammen.

Die gesamten Beschlüsse können Sie hier einsehen