Gestern haben sich die Länderchefs auf Leitlinien für die Durchführung von Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter sowie Großveranstaltungen im Bereich der Kultur) unter Corona-Bedingungen geeinigt.

Die Leitlinien sind noch nicht verbindlich, sondern müssen erst durch die einzelnen Länder umgesetzt werden. Diese sind dabei auch nicht an die Vorgaben des Beschlusses gebunden.

Bayern hat bereits in einer Protokollnotiz, die an den Beschluss angefügt ist, erklärt, dass in einigen Bereichen strengere Regelungen gelten sollen.

Sobald die Regelungen in Bayern umgesetzt werden, werden wir Sie entsprechend informieren.

Umlaufbeschluss Großveranstaltungen


VEBWK Bewertung

Der VEBWK freut sich mit den Veranstaltern, dass künftig auch wieder größere kulturelle Events stattfinden können. Wenn aber einerseits bei einer Inzidenz unter 35, künftig mehr als 5.000 Personen, in Bayern maximal 20.000 insgesamt eine solche Großveranstaltung besuchen sollen dürfen, mit Negativtest, personalisierten Tickets, Abstands- und Maskengebot, muss man andererseits die Frage stellen dürfen, warum Bars und Clubs immer noch nicht öffnen dürfen. Die Politik hat zunehmend ein Glaubwürdigkeitsproblem! Wenn man Impfung und Herdenimmunität zur Patentlösung erklärt, dann muss man auch irgendwann Konsequenzen daraus ziehen. Die Politik steht hier im Wort. Der weitere Eingriff in die Grundrechte der Menschen hat sonst keine Legitimität mehr. Dem deutschen Gesundheitssystem droht keine Gefahr! Die bundesweite Inzidenz liegt bei 5,1. Menschen, die zweimal geimpft oder genesen sind und damit nicht mehr gefährdet sind, kann man keine umfassenden Corona-Maßnahmen, wie sie derzeit noch gelten, auferlegen.
 
Daher fordert der VEBWK die sofortige Öffnung von Schankwirtschaften unter den gleichen Voraussetzungen wie Speisewirtschaften und eine Öffnung von Clubs und Diskotheken für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete!