Wie der Dehoga Bundesverband berichtet, versagt die Agentur für Arbeit bei Kurzarbeitsanzeigen in Folge der aktuellen Corona-Beschränkungen in einigen Fällen das Kurzarbeitergeld bzw. fordert zusätzliche Nachweise für den Arbeitsausfall.

In den aktuellen FAQ der Bundesagentur für Arbeit heißt es:

In vielen Bereichen, wie z.B. in der Gastronomie, gilt wegen der COVID-19 Pandemie 2G oder 3G oder 2GPlus. Kann Kurzarbeitergeld bei diesen Vorgaben gezahlt werden?

Die „3G oder 2G oder 2Gplus“-Vorgaben allein können keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld begründen. 

Wenn in Ihrem Betrieb aufgrund der „3G oder 2G oder 2Gplus -Regelungen“ dennoch kurzgearbeitet werden muss oder Sie den Betrieb (ohne behördliche Anordnung) sogar vorübergehend schließen müssen, sind die Gründe für einen vorübergehenden und unvermeidbaren Arbeitsausfall der Agentur für Arbeit im Einzelfall darzulegen.
 

Ich schließe meinen Betrieb freiwillig, um die Einschränkungen für ungeimpfte Personen aufgrund der 2G oder 2G Plus-Vorgabe nicht umsetzen zu müssen. Kann ich Kug erhalten?

Nein, die freiwillige Betriebsschließung ist Ihre unternehmerische Entscheidung. Dafür kann kein Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Für die Zahlung von Kurzarbeitergeld muss ein erheblicher und unvermeidbarer Arbeitsausfall aus wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis (zum Beispiel einer behördlichen Schließung) vorliegen.


Der DEHOGA empfiehlt betroffenen Betrieben, Umsatz- und vor allem Gästerückgänge soweit wie möglich zu dokumentieren (z.B. anhand der Reservierungen und Stornos). Auch Auslastungs-/Belegungszahlen sollten dokumentiert werden. Hilfreich sind auch konkrete Ausführungen zu der aktuellen Corona-Situation am Standort (z.B. Ausfall von Umsatzbringern wie Weihnachtsmärkten, Veranstaltungen). Saisonbetriebe können einen Vergleich zu den Kennzahlen in den entsprechenden Monaten 2019 vorlegen (z.B. Auslastung, Gästebons, Weihnachtsfeiern etc.).