Mittlerweile konnten wir wenigstens eine der noch offenen Fragen zur geänderten InfektionsschutzmaßnahmenVO klären. In der Begründung zu § 3a der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen heißt in Bezug auf ein freiwilliges 2G oder ein freíwilliges 3G plus:

„Anbieter, Veranstalter und Betreiber von Einrichtungen, die von den Möglichkeiten des § 3a Gebrauch machen wollen, müssen sich deshalb für eine der Varianten (freiwilliges 2G oder freiwilliges 3G plus) entscheiden. Es ist nicht möglich, von Fall zu Fall zwischen den Varianten zu wechseln.“

Daraufhin haben wir uns über das Bayerische Wirtschaftsministerium an das Bayerische Gesundheitsministerium gewendet, ob ein Betreiber, der sich freiwillig für 3G plus bzw. 2G, im Fall einer geschlossenen Gesellschaft auf normales 3G umstellen kann. Diese Frage wurde uns zwar nicht beantwortet, allerdings haben wir eine Antwort auf eine andere Frage „Freiwillige Anwendung von 2G/3G-plus an einzelnen Wochentagen“ erhalten:

„Ein temporärer Wechsel ist grundsätzlich möglich. Soweit beispielweise eine gesonderte Regelung für bestimmte Tage, das Wochenende oder für den Tag einer besonderen Veranstaltung getroffen wird, kann ein temporärer Wechsel stattfinden. Anbieter, Veranstalter und Betreiber von Einrichtungen, die ein freiwilliges 2G oder ein freiwilliges 3G plus vorsehen wollen, müssen dies der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorab anzeigen und Gäste, Besucher und Nutzer deutlich erkennbar auf die Zugangsbeschränkung hinweisen.

Dabei müssen für die zuständige Kreisverwaltungsbehörde und für Gäste, Besucher und Nutzer eindeutig erkennbar sein, für welchen Zeitraum und für welchen Betrieb / welche Veranstaltungen die jeweiligen Zugangsbeschränkungen gelten. Findet ein temporärer Wechsel statt, muss hierbei eine für alle Personen deutlich erkennbare (zeitliche) Zäsur vorliegen, die zugleich gewährleistet, dass sich nicht die verschiedenen Nutzergruppen überschneiden.

Die Regelungen finden bereits bei Zugang zur Einrichtung Anwendung. Es ist daher einheitlich für die gesamte Einrichtung eine Variante zu wählen. Es ist daher nicht möglich, von Fall zu Fall (bspw. Gäste des regulären Betriebs in einem Raum und Gäste einer Veranstaltung in einen anderen Raum) oder im laufenden Betrieb zwischen den Vorgaben zu wechseln. Dabei soll ein Zusammentreffen der verschiedenen Personen mit unterschiedlicher Übertragungsgefahr etwa im Eingangsbereich oder auf den Toiletten ausgeschlossen werden.“

Laut bayerischem Wirtschaftsministerium ist es auch möglich, von freiwilligem 2G, 3G plus von Fall zu Fall auf 3G umzustellen, soweit der Veranstalter/Betreiber die oben genannten Vorgaben einhält.