Ab Dienstag 20.10.2020 14 Uhr bis mindestens 2.11. um 24 Uhr gilt für den Landkreis Berchtesgaden folgendes:

 

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

Triftige Gründe sind die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, der (Tier-) Arztbesuch oder Besuch bei einem Therapeuten, Versorgungsgänge für den täglichen Bedarf sowie die Inanspruchnahme von Dienstleistungen wie etwa Friseurbesuche. Ausdrücklich erlaubt ist der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (sofern sie sich nicht in Einrichtungen befinden) sowie die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich. Erlaubt ist zudem die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, die Begleitung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sind weiter möglich – allerdings ausschließlich alleine, mit einer weiteren nicht im selben Hausstand leben-den Person oder mit Angehörigen deseigenen Hausstands. Dabei darf es nicht zu Gruppenbildung kommen. Auch Handlungen zur Versorgung von Tieren sind möglich – etwa Gassi gehen mit dem Hund.

 

Veranstaltungsverbot

Erlaubt sind lediglich Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften. Ausnahmegenehmigungen sind möglich, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Sie müssen aber bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde beantragt werden.

 

Freizeiteinrichtungen geschlossen

Im gesamten Landkreis müssen sämtliche Freizeiteinrichtungen geschlossen werden, insbesondere Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Tagungs- und Veranstaltungsräume, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Museen, Stadtführungen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Tierparks, Vergnügungsstätten, Wettannahmestellen, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendhäuser, Jugendherbergen und Schullandheime.

 

Keine Busreisen und Märkte

Untersagt werden ferner Busreisen und Märkte. Davon ausgenommen sind Wochen- und Bauernmärkte.

 

Schließung Gastronomiebetriebe

Untersagt sind zudem sämtliche Gastronomiebetriebe – auch im Freien, etwa Biergärten. Nur die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen bleibt erlaubt, allerdings nur bis 20 Uhr.

 

Keine Beherbergung zu touristischen Zwecken

Sämtlichen Hotels und Beherbergungsbetrieben ist untersagt, Unterkünfte zu
privaten touristischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Ausgenommen ist die Aufnahme von Geschäftsreisenden.

 

Besuchsverbot

Im gesamten Landkreis gilt zudem ein Besuchsverbot in Krankenhäusern sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (sofern eine den Krankenhäusern
vergleichbare medizinische Versorgungerfolgt). Ausgenommen davon sind Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige sowie Palliativstationen und Hospize. Das Besuchsverbot gilt zudem in vollstationären Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in denen Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbracht werden. Auch ambulant betreute Wohngemeinschaften (zum Zwecke der außerklinischen Intensivpflege) dürfen nichtbesucht werden sowie Altenheime und Seniorenresidenzen. Allerdings ist die Begleitung Sterbender oder von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen durch den engsten Familienkreis jederzeit zulässig.

 

Schulschließung

Geschlossen werden zudem sämtliche Schulen und Einrichtungen der Tagesbe-treuung – mit Ausnahme der von Kommunen oder Sachaufwandsträgern organisierten Notbetreuung. Wichtig: Personenmit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land dürfen keine entsprechende Einrichtung außerhalb des Landkreisgebiets besuchen.

 

Maskenpflicht

In vor Ort definierten Räumen gilt zudem von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr abends im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht. Dies gilt ebenfalls an Bahnhöfen und Bushaltestellen.

 

Kontrolle und Bußgeld

Die Polizei wird die Einhaltung der Anordnungen kontrollieren. „Im Falle einer Kontrolle sind die triftigen Gründe durch den Betroffenen glaubhaft zu machen“, heißt es in der Allgemeinverfügung. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 25 000 Euro geahndet werden.