Mit der gestern beschlossenen Änderung der 13. InfektionsschutzmaßnahmenVO, die am Montag, den 23.8.21 in Kraft tritt, wurden u.a. auch die Bund-Länder-Beschlüsse berücksichtigt. Die Verordnung ist bis zum 10.9.2021 gültig.

Für Bayerns Gastronomiegewerbe bringt diese neue Verordnung durchgehend Verschärfungungen. Lediglich für die Hotellerie gab es in einem Punkt eine leichte Lockerung. Clubs und Diskotheken dürfen nach wie vor nicht öffnen und auch in Sachen Sperrzeit gibt es keine Erleichterung. Die größte Lockerung gab es bei den Zuschauerzahlen bei Sport-Großveranstaltungen. Die von Söder ins Spiel gebrachte sogenannte 2G-Regelung – also Zutritt zu bestimmten Bereichen nur mehr für Geimpfte und Genesene, ist in der Verordnung NICHT enthalten.

Die wichtigsten Beschlüsse:

1. In kreisfreien Städten und Landkreisen, deren 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 35 liegt, wird außer für Geimpfte und von einer Covid-19-Erkrankung Genesene ein negatives Testergebnis Pflicht für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, egal ob sie öffentlich oder privat sind, ebenso wie für Sporthallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios. Friseurbesuche, der Aufenthalt in Massagestudios und andere körpernahe Dienstleistungen fallen ebenso unter die neue Regel. Ausnahmen gibt es dann nur noch für Kinder unter 6 und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden.

2. Auch die Regeln für den Besuch der Innen-Gastronomie sowie kulturelle Veranstaltungen in Innenräumen werden verschärft: So ist künftig bereits ab einem Inzidenzwert von 35 für Nicht-Geimpfte/Genesene ein Negativtest erforderlich. Ausnahmen gibt es dann nur noch für Kinder unter 6 und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden.

Für Veranstaltungen in der InnenGastronomie gilt ab einem Inzidenzwert unter 50: 50 Personen innen und 100 Personen außen (Geimpfte und Genesenesowie Kinder unter 14 bleiben außer Betracht); bei einem Inzidenzwert von über 50: 25 innen und 50 außen.

 ÜBERSICHT INNENGASTRONOMIE

ÜBERSICHT AUSSENGASTRONOMIE

Aufgrund zahlreicher Nachfragen: Die 3 G-Regel gilt nicht für den Wirt und sein Personal!

3. Testpflicht in der Hotellerie: Hier gab es entgegen früheren Regelungen eine leichte Lockerung, wenngleich auch hier die Testpflicht bereits ab einem Inzidenzwert ab 35 greift: Dann müssen Ungeimpfte bei Anreise ein negatives Testergebnis vorlegen, allerdings anschließend nur noch alle 72 Stunden (früher: 48 Stunden).

4. Sport- und Kulturgroßveranstaltungen: Bisher galt für Bayern: Wird der Schwellenwert von 35 überschritten, sind bei Kultur und Sport-Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter lediglich 1 500 Zuschauer erlaubt. Ab Montag (23. August) gilt nun: Stadien können mit einer Kapazität von 50 Prozent bei maximal 25.000 Zuschauern belegt werden.

 

Änderung der 13. InfektionsschutzmaßnahmenVO

Begründung zur Änderung der 13. InfektionsschutzmaßnahmenVO

Wie BR24 berichtet, will die bayerische Staatsregierung bei künftigen Corona-Maßnahmen nicht mehr die Inzidenz als Gradmesser verwenden. So kündigte Söder an dem Kabinett den Vorschlag zu unterbreiten, künftig das Baden Württembergische Modell zu übernehmen. Demnach würden künftig inzidenzunabhängig die bisherigen Öffnungen beibehalten, allerdings gelte dann flächendeckend die 3G-Regel – also: geimpft, genesen, getestet. Einen weiteren Lockdown schloss Söder aus. Damit geht Söder auf eine Forderung des VEBWK ein, der bereits im März 2021 eine Abkehr von der Inzidenz als einzigem Parameter gefordert hat.