Unternehmen müssen ihren Angestellten, die nicht im Homeoffice arbeiten, künftig zwei und nicht nur einen Test pro Woche anbieten.

Das Bundeskabinett hat eine entsprechend nachgeschärfte Verpflichtung zu Corona-Testangeboten beschlossen. „So sollen noch besser Infektionen entdeckt, Ansteckungen vermieden und Betriebsschließungen verhindert werden“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

 
Auch die Regelung zum Homeoffice gilt weiter. Sie wird mit dem Kabinettbeschluss aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung herausgelöst und soll in das Infektionsschutzgesetz übertragen werden.
  • Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen (gilt nur bei Kreisne und kreisfreien Städte mit Inzidenzen ab 100. Zwingende betriebsbedingte Gründe, kein Homeoffice anzubieten, liegen nur dann vor, wenn in den Betrieben nötige Arbeitsmittel dafür fehlen oder die vorhandene IT-Infrastruktur dafür nicht ausreicht. Sonstige organisatorische Erschwernisse reichen nicht aus. Eine Mindestbetriebsgröße, die Kleinbetriebe von der Verpflichtung, Homeoffice anzubieten, ausnimmt, enthält die Regelung im Infektionsschutzgesetz nicht.
  • Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Gründe, dass es den Mitarbeitenden nicht möglich ist, können räumliche Enge, Störungen durch Dritte oder eine unzureichende technische Ausstattung sein.

Übersicht über Regelungen zum Corona-bedingten Arbeitsschutz