Ministerpräsident Söder hat soeben bekannt gegeben, dass Schankwirtschaften ab dem 19. September 2020 grundsätzlich unter gleichen Bedingungen wie Speisewirtschaften zugelassen werden.

Ergänzend gilt, dass

  • in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen muss,
  • in geschlossenen Räumen nur Hintergrundmusik zulässig ist,
  • sich jede Person einzeln registrieren muss,
  • das Tanzverbot weiter bestehen bleibt.

Wird in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) der 7-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 50 überschritten, kann in Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr ein Alkoholverbot durch die örtlichen Behörden verhängt werden

Discos und Clubs bleiben dagegen weiterhin geschlossen, da sie laut Söder „Infektionsbomben“ seien.

Für den VEBWK ist die Öffnung der Schankwirtschaften ein längst überfälliger Schritt: Sperrungen von öffentlichen Plätzen wegen jugendlichem Partyvolk oder sogar Alkoholverkaufsverbote wie in Bamberg wären nicht nötig gewesen, wenn auch in Bayern wie in ALLEN anderen Bundesländern die Kneipen und Bars hätten öffnen dürfen. Ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen für die Kneipen- und Barbetreiber.

Mit Ursache für diese relativ überraschende Wendung der Staatsregierung dürften vor allem auch die zahlreichen Eilanträge auf Öffnung der Kneipen gewesen sein. Erst im August hat der VEBWK nach der ablehnenden Entscheidung im Eilverfahren, Klage im Hauptsacheverfahren zu BayVGH eingelegt. Gerichtsverfahren, öffentlicher Druck und eine massive Medienunterstützung dürften den Ausschlag für das Einlenken der Staatsregierung gegeben haben.

Für viele Kneipen und Bars wird die Öffnung allerdings zu spät kommen. Daher bedarf es nach wie vor für SÄMTLICHE Gastronomiebereiche einer angemessenen finanziellen Entschädigung für die die Folgen des Lockdowns und der Beschränkungen. Denn die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer kann das nicht ausgleichen. Dafür kämpft der VEBWK weiter!