Das Bayerische Tourismusprogramm “Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft” wurde am 18.5.2021 vom Ministerrat beschlossen. Nunmehr wurde die dazugehörige Richtlinie verkündet. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gewährt der Freistaat für einen kraftvollen Neustart der Tourismusbranche nach der Krise zusätzliche Fördermittel für einen nachhaltigen, smarten, barrierefreien und ökologischen Tourismus.

Investitionsförderungen für nichtgewerbliche Klein- und Kleinstbeherbergungsbetriebe

  • Investitionen in die Zukunftsfähigkeit kleiner oder kleinster Beherbergungs-betriebe können gefördert werden. Das Ziel der Einzelmaßnahme muss im Einklang mit den Zielen des vorliegenden Programms stehen und zu einer nachweislichen Verbesserung der Angebotsqualität führen. Die Maßnahme richtet sich an nichtgewerbliche Betriebe mit maximal 25 Gästebetten. Zu den förderfähigen Investitionen zählen insbesondere Maßnahmen zur
    Aufwertung des Innen- und Außenbereichs einschließlich Werbeanlagen, Maßnahmen zur technischen Modernisierung des Betriebs einschließlich Software und die Erstellung von Webseiten, Maßnahmen für die Barrierefreiheit, die Anschaffung von Investitionsgütern und
    Ersatzbeschaffungen, soweit diese der Modernisierung des Betriebs dienen. Einheiten im Gebiet der Landeshauptstadt München sind ausgenommen
  • Zu den förderfähigen Investitionen zählen insbesondere Maßnahmen zur
    Aufwertung des Innen- und Außenbereichs einschließlich Werbeanlagen, Maßnahmen zur technischen Modernisierung des Betriebs einschließlich Software und die Erstellung von Webseiten, Maßnahmen für die Barriere-freiheit, die Anschaffung von Investitionsgütern und Ersatzbeschaffungen, soweit diese der Modernisierung des Betriebs dienen.
  • Zuwendungen dürfen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind.
  • Eine fehlende Förderbedürftigkeit ist anzunehmen, wenn die Summe der Einkünfte des Zuwendungsempfängers zum Zeitpunkt der Antragstellung im Durchschnitt der letzten drei von der Finanzverwaltung erlassenen Steuerbescheide 120.000 € je Jahr überschritten hat. Bei Zusammenveranlagung erhöht sich der Betrag auf 240.000 je Jahr.
  • Die Höhe der Förderung beträgt max. 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Investitionen setzen zuwendungsfähige Ausgaben von mindestens 4.000 Euro voraus. Die maximale Förderung beträgt 30.000 €
  • Förderfähig sind nur Fremdleistungen und keine Eigenleistungen
  • Die geförderte Maßnahme muss bis Ende 2022 beendet und abgerechnet sein.
  • Die Förderung ist zurückzuzahlen, sofern die touristische Vermietung innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren nach Durchführung der Investition eingestellt wird oder die Räumlichkeiten anderweitig genutzt werden. Soweit die touristische Vermietung eine Zweckentfremdung darstellt, ist die Förderung ausgeschlossen.
  • Bewilligungsstelle sind die jeweiligen Regierungen
  • Eine Antragstellung erfolgt per Online-Formular und ist möglich, sobald das entsprechende Online-Formular freigegeben wird.

Erhebung von touristisch relevanten Echtzeitdaten und Besucherstromlenkung

  • Gegenstand der Förderung sind Maßnahmen zur Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von touristisch relevanten Echtzeitauslastungsdaten im Bereich des ruhenden Verkehrs sowie bei touristischen Attraktionen mit dem Ziel, diese den Nutzern öffentlich zur Verfügung zu stellen und damit eine Besucherstromlenkung zu ermöglichen. Die Förderung umfasst die nötigen Investitionen für Parkplätze oder touristische Ziele sowohl im Bereich der Erhebungshardware als auch der nötigen Software.
  • Zuwendungsempfänger sind alle Anbieter von touristischen Angeboten, Attraktionen sowie von Parkmöglichkeiten ungeachtet ihrer Rechtsform.
  • Zuwendungen dürfen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind.
  • Die Maßnahmen werden mit 75 Prozent gefördert.
  • Investitionen nach 2.2 können ab zuwendungsfähigen Ausgaben von mindestens 1 000 Euro pro Maßnahme gefördert werden. Die maximale Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben nach Nr. 2.2 beträgt 10 000 Euro pro Maßnahme, selbst wenn die gesamte Investitionssumme höher ist. Die Obergrenze der zuwendungsfähigen Ausgaben nach Nr. 2.2 kann auf Antrag auf 30 000 Euro erhöht werden, falls die Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung der Daten mit erhöhtem Aufwand, insb. bei der Notwendigkeit mehrerer Sensoren und Messpunkte, verbunden ist.
  • Förderfähig sind nur Fremdleistungen und keine Eigenleistungen
  • Die geförderte Maßnahme muss bis Ende 2022 beendet und abgerechnet sein.
  • Bewilligungsstelle sind die jeweiligen Regierungen
  • Eine Antragstellung erfolgt per Online-Formular und ist möglich, sobald das entsprechende Online-Formular freigegeben wird.

E-Ladepunkte

  • Gegenstand der Förderung ist die Errichtung von einem oder mehreren stationären Ladepunkten für ein- und zweispurige Elektromobile an touristischen Betrieben und touristischen Attraktionen in Bayern inklusive des dafür erforderlichen Netzanschlusses und der Montage der Lade-station. Ausgaben für die Planung, den Genehmigungsprozess und den Betrieb sind von der Förderung ausgeschlossen. Die vorliegende Förderung ergänzt subsidiär die bestehenden Fördermöglichkeiten für den Bereich der nicht öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Die öffentliche Zugänglichkeit orientiert sich dabei an der Ladesäulenverordnung (LSV) in ihrer jeweils gültigen Fassung. 5Im Bereich der Ladepunkte für einspurige Elektromobile (E-Bikes, etc.) werden auch öffentlich zugängliche Ladepunkte gefördert
  • Antragsberechtigt sind z. B. Betreiber von Hotels, Ferienwohnungen, – appartmentbetrieben, Gaststätten und Restaurants, Campingplätzen oder touristischen Attraktionen
  • Zuwendungen dürfen nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind.
  • Bei den Förderanträgen ist der touristische Bezug der Lademöglichkeit aufzuzeigen. Für diesen Bezug ist die mindestens hälftige Nutzung durch Übernachtungs- sowie Tagesgäste darzulegen.
  • Der Fördersatz beträgt 90 %.
  • Die maximale Gesamtförderung pro Antragsteller und Ladeort liegt in diesem Bereich bei zehn Ladepunkten. 1Ladevorrichtungen für Pedelecs, E-Roller, E-Leichtfahrzeugen etc. nach Nr. 2.4 werden mit maximal 300 Euro je Ladepunkt gefördert. Diemaximale Gesamtförderung pro Antragsteller und Ladeort liegt in diesem Bereich bei zehn.
  • Zu den zuwendungsfähigen Ausgaben zählen insbesondere:
    • Ladeeinrichtung inkl. Leistungselektronik, Lastmanagement, angeschlagenem Kabel oder Absperrvorrichtung,
    • Parkplatzmarkierung b Anschaffung eines Abstellplatzes,
    • Beschilderung, Anfahrschutz, Beleuchtung, Wetterschutz,– Tiefbau, Fundament, Installation und Inbetriebnahme,
    • neuer Netzanschluss oder Ertüchtigung eines bestehenden Hausanschlusses, schließlich ein zu zahlender Zuschuss für den Netzbetreiber.

        Nicht gefördert werden hingegen reine Beratungsleistung, Eigenleistung, Betrieb der Ladesäule oder Neubau und
        Gestaltung des Parkplatzes bzw. Abstellplatzes selbst. Die Umsatzsteuer ist dann Bestandteil der
        zuwendungsfähigen Ausgaben, soweit keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht.

  • Die geförderte Maßnahme muss bis Ende 2022 beendet und abgerechnet sein.
  • Die Förderung wird durch Bayern Innovativ vollzogen.
  • Anträge sind per Online-Formular zu stellen.
  • Eine Antragstellung ist möglich, sobald das entsprechende Online-Formular freigegeben wird.

 

Eine Antragstellung wird voraussichtlich Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche möglich sein. Den Link zum Antragsformular finden Sie dann auf der Website des Bayerischen Wirtschaftsministeriums unter Förderprogramme https://www.stmwi.bayern.de/service/foerderprogramme/

Selbstverständlich werden wir Sie darüber informieren, sobald eine Antragstellung möglich ist.

 

Richtlinie zum Programm Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft