Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause war es nun endlich soweit –   im Münchner Hofbräuhaus wurde Anfang dieser Woche, durch den Bayerischen Wirtschaftsminister Huber Aiwanger und die amtierende Bayerische Bierkönigin Sarah Jäger der „Bayerische Stammtischbruder 2022“ verliehen. Der Preis wird vom Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) seit 2011 jährlich an eine Person oder Gruppe vergeben, die sich in besonderem Maße um die Wirtshauskultur als bayerisches Brauchtum und dessen Erhalt verdient gemacht hat. In diesem Jahr ging der „Bayerische Stammtischbruder“ an die Genossenschaft „Kulmbacher Kommunbräu e.G.“.

Mit dem Kulmbacher Kommunbräu geht der „Bayerische Stammtischbruder 2022“ an eine Genossenschaft, die die Auszeichnung mit Sicherheit mehr als verdient hat. Nachdem im Jahr 1987 einige Stammtischbrüder lauthals darüber lamentierten, dass es in Kulmbach nur noch „fad schmeckendes“ Industriebier gäbe, wurde die Idee geboren, eigenes Bier zu brauen. Tatsächlich wurde schließlich, nur wenige Jahre später, als Gegenbewegung zur Industrialisierung der fränkischen Bierlandschaft und zur Pflege der echten fränkischen Wirtshauskultur 1992 die Kommunbräu von Kulmbacher Bürgern als Genossenschaft verwirklicht. Bis heute werden dort verschiedene Biere gebraut, mit Hand abgefüllt und etikettiert – und das alles im Herzstück des zugehörigen Wirtshauses.

„Wer dort in Kulmbach schon einmal zu Besuch war, der weiß, dass dort unsere bayerische Wirtshaustradition geliebt und gelebt wird“, so VEBWK Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann, „das Kommunbräu ist ein echtes Juwel bayerischen Brauchtums und ich freue mich sehr, dass die Genossenschaft heute für ihre Engagement und ihre wundervolle Arbeit ausgezeichnet wurde.“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Wirtshauskultur ist lebendiger Ausdruck der bayerischen Lebensfreude. Daher hat die Auszeichnung ‚Bayerischer Stammtischbruder‘ absolut ihre Berechtigung, vor allem in diesem Jahr. Endlich kann die Gastronomie wiederaufleben und ich bin zuversichtlich, dass sich die Betriebe nach den schmerzlichen Einschnitten in der Corona-Pandemie wieder erholen werden. Mit über 421 Millionen Euro an Corona-Hilfen haben wir die Branche über die Krise gerettet. Die Genossenschaft Kulmbacher Kommunbräu trägt mit ihren Bieren dazu bei, die für Bayern typische Vielfalt der Bierlandschaft zu erhalten. Das zeigt: Pfiffige Ideen, Engagement und Heimatverbundenheit sind nach wie vor die Pfeiler unserer Gastronomie.“

Hier eine kleine Bilderstrecke der Veranstaltung: