Bislang ist die große Pleitewelle in der Coronakrise ausgeblieben. Trotz Schließungen von Restaurants und Einzelhändlern sank die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999, wie die WirtschaftsWoche mitteilt.

In der Corona-Krise hatte die Bundesregierung die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt und diese Regelung mehrfach verlängert. Diese Sonderregelung läuft nun am 1. Mai aus.

Damit muss künftig ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds gestellt werden, es sei denn die Aussetzung der Antragspflicht wird doch noch einmal verlängert.

Laut VEBWK Informationen diskutieren Bundesfinanzministerium und das Bundesjustizministerium derzeit darüber.

Eile ist geboten, denn am Samstag endet auch die Schonfrist für diejenigen Unternehmer, die noch auf die Auszahlung von Hilfen warten. Diese müssen nun den bitteren Gang zum Insolvenzgericht antreten.