Wegen der Verkürzung der Gültigkeitsdauer von Genesenennachweisen und der Neubewertung der Johnson & Johnson –Impfung muss der Arbeitgeber seine im Rahmen der 3G-Regelung bereits hinterlegten Nachweise auf Gültigkeit nach den aktuellen Regelungen des Paul-Ehrlich-Instituts und des Robert-Koch-Instituts überprüfen. 

Hintergrund:

Neu ist, dass bei einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson für einen vollständigen Impfschutz nun zwei Impfungen erforderlich sind.

Zu beachten ist, dass Zertifikate für Genesene mit Wirkung vom 15.01.2022 nur noch für einen Zeitraum von 90 Tagen (statt bisher 6 Monaten) gültig sind. Daher sollte auch das Ablaufdatum von Genesenennachweisen dokumentiert werden. Die fachlichen Vorgaben des RKI für COVID-19-Genesenennachweise finden Sie hier.

Konsequenzen für 3G-Kontrolle der Mitarbeiter im Betrieb

Das begründet insbesondere für die 3G-Kontrolle im Betrieb Handlungsbedarf, nachdem bislang von den allermeisten Betrieben richtigerweise nicht erfasst wurde, welcher Impfstoff verwendet und wann der Genesenenstatus begründet wurde. Nach Auffassung der vbw sind zwei Wege zur Umsetzung möglich:

  • Es kann eine Information und Aufforderung an alle Mitarbeiter ergehen, dass diejenigen, deren G-Status wegen der obigen Änderungen entfällt, ihren G-Status erneut nachzuweisen haben mittels Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises oder nötigenfalls über tägliche Testung. Durch organisatorische Vorgaben ist sicherzustellen, dass damit eine effektive Kontrolle gewährleistet wird. Denkbar ist beispielsweise die Ankündigung stichprobenartiger erneuter konkreter Kontrolle des G-Status bei Geimpften und Genesenen, um die Aufforderung zu effektuieren.
  • Ebenso ist vertretbar, sämtliche Mitarbeiter mit Genesenen- und Geimpftenstatus nochmals konkret unter Erfassung der nun relevanten Daten zu kontrollieren, um eine lückenlose Kontrolle sicherzustellen.