Das RKI bestätigt: Geringes Ansteckungsrisiko in Hotels und Zusammenkünften im Freien; moderates Ansteckungsrisiko in der Gastronomie (auch Kirche und ÖPNV):

RKI: ControlCOVID – Strategie und Handreichung zur Entwicklung von Stufenkonzepten bis Frühjahr 2021 (Stand 18.2.2021)

Im Kontext sinkender Fallzahlen finden derzeit Überlegungen zu Öffnungsstrategien und Stufenplänen auf verschiedenen Ebenen statt. Gleichzeitig ist ein Rückgang der Akzeptanz von Maßnahmen in der Bevölkerung zu beobachten, was die Notwendigkeit einer klaren Zielstellung und transparenten Perspektive für die nächsten Monate unterstreicht.

Das hier vorgeschlagene Stufenkonzept soll als Hilfestellung verstanden werden, die die Entwicklung von Stufenplänen für den Einsatz bevölkerungsbezogener antiepidemischer Maßnahmen möglichst evidenzbasiert unterstützt. Durch Berücksichtigung von epidemiologischen und Public-Health Kenntnissen zu verschiedenen Lebensbereichen („Settings“) kann eine ungebremste Infektionsausbreitung und das damit verbundene Risiko eines Kontrollverlustes bei der schrittweisen Deeskalation minimiert und die Notwendigkeit einer raschen Eskalation von Maßnahmen frühzeitig erkannt werden.

Bis sich auf Populationsebene Immunität durch die Impfungen einstellt, ist es aus infektionsepidemiologischer Sicht erforderlich, den erneuten Eintritt in ein exponentielles Wachstum der Pandemie durch antiepidemische Maßnahmen zu verhindern und – darüber hinaus – die Fallzahlen deutlich weiter in einen voraussichtlich kontrollierbaren Bereich zu senken.

Heute sickerten darüber hinaus erste Eckpunkte einer Öffnungsstrategie von Bund und Länder durch:

Demnach soll es alle zwei Wochen schrittweise Öffnungen geben, wenn nach jeder einzelnen Lockerung die Inzidenz in dieser Zeit stabil unter 35 bleibt.
So berichtet der BusinessInsider bezüglich Restaurants, dass diese zunächst „noch geschlossen bleiben, wenn die Inzidenz stabil eine Woche unter 35 bleibt. Erst nach 14 Tagen, wenn Lockerungen etwa bei persönlichen Kontakten oder im Einzelhandel nicht wieder zu einem Anstieg der Inzidenz geführt haben, sollen sie öffnen dürfen. Aber: Dann sind zunächst nur vier Personen aus zwei Haushalten erlaubt und es wird auch eine Sperrstunde geben. Die Zahl der Gäste soll dann bei einer guten Entwicklung alle 14 Tage steigen, die Beschränkungen wie eine Sperrstunde entsprechend schrittweise entfallen.“
 
 
Für den VEBWK liegen die Konsequenzen aus dem RKI Papier klar auf der Hand: Hotels und Außengastronomie müssen sofort geöffnet werden und wenig später dann auch die Speisengastronomie. Wichtig ist zudem, dass nicht rein auf Inzidenzwerte abgestellt wird, sondern auch die Impfquote, R-Wert und Intensivbettenauslastung mit einbezogen werden.