Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Osnabrück vom 04.02.2022 ist die Verkürzung des Genesenenstatus auf 90 Tage wegen Intransparenz durch Verweis auf eine sich ständig ändernde Internetseite des RKI und des Fehlens einer tragfähigen sachlichen Grundlage verfassungswidrig.

Bislang galt der Genesenenstatus ab 28 Tage bis sechs Monate nach einem positiven Corona-PCR-Test. Dabei verweist die entsprechende Verordnung der Bundesregierung auf die jeweiligen Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Am 14. Januar 2022 hatte das RKI auf seiner Internetseite das Ende auf 90 Tage verkürzt.

Laut Verordnung war dies dann ab dem 15. Januar 2022 allgemein verbindlich. Dadurch verloren unzählige Genesene von heute auf morgen ihren Status.

Der Beschluss ist noch nicht rechtkräftig und gilt nur für den Antragsteller. Andere Genesene, die ebenfalls auf einen Nachweis für sechs Monate bestehen, müssten daher selbst klagen.