Interessant dabei nicht nur der Fernsehbeitrag, sondern die darunter stehenden Ausführungen. Während Zweifel an den Ergebnisse einer vom VEBWK mit in Auftrag gegebene Studie zu den Auswirkungen des Rauchverbots auf die getränkegeprägte Gastronomie durch den Verband Pro Rauchfrei unkritisch abgedruckt werden, gilt dies für Studien der Nichtraucherschützer offensichtlich nicht.

So wird vom Ergebnis einer DAK Studie berichtet, wonach es seit Einführung der Rauchverbote in Deutschland rund 9 % weniger Herzinfarkte als ohne Verbote gibt.

Laut Prof. Grieshaber ist diese Behauptung jedoch nachweislich falsch. „Das Kuriose dabei ist, dass die DAK selbst den Beweis dafür liefert, nämlich in einer anderen DAK-eigenen Studie. Im Februar 2012 hat die DAK ihren jährlichen Gesundheitsreport 2012 herausgegeben, Schwerpunkt Herzinfarkte. Hierin wird die verringerte Exposition über Passivrauch in keinster Weise als ein Grund für die Senkung der Herzinfarktrate gesehen. Diese seien vielmehr bereits über die letzten 30 Jahre stark gesunken, ohne das in dieser Zeit ein Rauchverbot diese Entwicklung beeinflusst habe.“

Grieshaber ist der langjährige Leiter der Präventionsforschung der BGN und beschäftigt sich mit seinem aktuellen Buch „Passivrauchen-Götterdämmerung der Wissenschaft“ mit den teils fragwürdigen Methoden und empirischen Erhebungen in der Passivrauchforschung. Er hält die wissenschaftliche Diskussion über Passivrauchen zu Unrecht für abgeschlossen und ruft die Fachwelt dazu auf, sie auf Basis von Fakten noch einmal neu zu beginnen.

Hier geht es zum SAT 1 Bericht:
http://www.sat1bayern.de/news/20120417/rauchverbot-in-fussballstadien/

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zum Interview mit Prof. Grieshaber,
http://www.freiheit-toleranz.de/page.php?id=87