Diesen Montag ist die Bearbeitung der bislang 1800 gestellten Anträge auf Überbrückungshilfe in Bayern gestartet. Laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums vom 27.7.2020 sind das etwa 20 Prozent aller Anträge bundesweit.

Antragsberechtigt sind alle kleinen und mittleren Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise in den Monaten April bis Mai 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent und in den Monaten Juni, Juli und August mindestens 40% im Vergleich zu den Vorjahresmonaten erlitten haben.


NEU:

Unternehmen, die aufgrund der starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts im April und Mai 2019 weniger als 5 % des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, können von der Bedingung des Umsatzrückgangs von mindestens 60 % freigestellt werden.

Eine Antragstellung ist bis zum 31. August 2020 möglich.


Wirtschaftsminister Aiwanger fordert von der Bundesregierung eine Verlängerung des Programms über den 31. August hinaus. „Es gibt mehrere Branchen wie die Schankwirtschaften, Reisebüros oder die Messewirtschaft, die weiter unter immensen Umsatzausfällen leiden. Die Firmen brauchen Unterstützung, um durch die Coronakrise zu kommen.“

Auch der VEBWK fordert eine Verlängerung der Überbrückungshilfen bis mindestens Ende 2020, weil die Überbrückungshilfen für viele Betrieben, gerade im Bereich der getränkegeprägten Gastronomie, die noch immer nicht öffnen dürfen, nicht ausreichen. Nur so kann es gelingen, ein Kneipen- und Clubsterben nie gewesenen Ausmaßes zu verhindern.