Bayerns Gesundheitsministerium hatte dem Hotel- und Gaststättenverband eine Bestätigung für bestimmte Klarsichtmasken gegeben, die heftig umstritten ist. Nun hat die Hochschule München die Masken getestet. Das Ergebnis: Aerosole verbreiten sich stark.

Eine aktuellen Untersuchung der Hochschule München zeigt, dass sich Aerosole beim Tragen der Maske im Raum stark ausbreiten. Damit leistet die Maske keinen Infektionsschutz. Sie bietet weder einen Fremd-, noch einen Selbstschutz.

BR24 berichtet dazu:
„Darüber, wie fragwürdig diese Bestätigung und die Funktionsweise der Klarsichtmasken sind, berichteten wir in diesem #Faktenfuchs. Das Corona-Virus Sars-CoV-2 verbreitet sich auch durch Aerosole. Gerade darüber aber, wie diese sich beim Tragen dieser Maske ausbreiten, ließ sich bisher nichts sagen. Das räumte auch der Hersteller ein. Die Hochschule München veröffentlichte jetzt Untersuchungsergebnisse, die deutlich machen: Die Masken sind als Infektionsschutz wirkungslos.“

Forscher sehen daher schnellen Handlungsbedarf bei den Behörden, so BR 24.

Gerade für die Gastronomie ist das Ergebnis der Untersuchung ein Schlag ins Gesicht. Nachdem sog. Faceshields in Bayern unzulässig sind, war man froh, dass mit den Klarsichtmasken eine für Bedienungen akzeptable Lösung für das Tragen von Masken gefunden wurde. Jeder Einzelne sollte sich nun gut überlegen, ob er die Masken weiterhin trägt und dabei sich und andere dem Infektionsrisiko aussetzt. Verboten sind die Klarsichtmasken bislang allerdings noch nicht.

Auch das Gesundheitsministerium, welche die Genehmigung für die Klarsichtmaske als Mund-Nasen-Schutz erteilt hat, muss sich nun die Frage gefallen lassen, warum eine Genehmigung offensichtlich ohne Untersuchung erteilt wurde, die sowohl den Trägern der Maske als auch ihrem Gegenüber ein Sicherheitsgefühl vermittelt, das offensichtlich nicht gegeben ist.

Lesen Die hier den gesamten Bericht von BR 24 mit dem Versuchsaufbau der Untersuchung.