Heute hat erneut der Bayerische Ministerrat über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie getagt. Gleich vorneweg: Es gibt weder Erleichterungen noch Öffnungen in der Gastronomie. Für den VEBWK ist das ein völlig falsches Signal. Wie tief müssen die über Monate wie eine Monstranz vorangetragenen Inzidenzwerte noch sein, um endlich auch die noch geschlossenen Schankgaststätten, Clubs und Diskotheken zu öffnen. Trotz millionenfacher Impfung ändert sich nichts. Ohne Impfen keine Freiheit so der neue Slogan! Diejenigen die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Die Belastung des Gesundheitswesens ist mittlerweile beherrschbar. Es gibt keinen Grund die Öffnungen der noch geschlossenen Gastronomiebereiche weiter vor sich herzuschieben. Die Nachtgastronomie ist unter Hygienebedingungen nicht gefährlicher als eine private Feier – jedoch mit dem Unterschied, dass an deren Nichtöffnung zahlreiche Existenzen hängen.

Nachfolgend geben wir den Kabinettsbericht in Auszügen wieder:

Bereits in der vergangenen Woche haben sich die Saatskanzleichefs der Bundesländert darauf verständigt, große Veranstaltungen wieder zu ermöglichen (wir berichteten). Heute nun wurde diese Möglichkeit vom Ministerpräsident nach der Kabinettsitzung im Detail verkündet. Die Regeln in Bayern sind allerdings etwas strenger als in vielen anderen Bundesländern.

Ab 15.7.2021 sind in Bayern wieder große Sport- und Kulturveranstaltungen möglich. Bei einer  7-Tage-Inzidenz vor Ort unter 35, dürfen bei Großevents bis zu 35 Prozent der Plätze besetzt werden – aber maximal 20.000. Zwischen den Plätzen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern sichergestellt werden, Stehplätze darf es nicht geben. Alle Zuschauer müssen einen negativen Corona-Test haben, genesen oder vollständig geimpft sein. Alkohol darf nicht verkauft werden, zudem besteht eine FFP2-Maskenpflicht, die unter freiem Himmel am Sitzplatz entfällt.

Für kulturelle Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter mit mehr als 1.500 Besuchern gelten diese Anforderungen entsprechend

Ministerpräsident Markus Söder  stellte außerdem mehr Freiheiten für Geimpfte in Bayern in Aussicht. So könnten nach seinem Willen ab Herbst Clubs und die Nachtgastronomie möglicherweise für vollständig Geimpfte öffnen. Allerdings müssten die Impfangebote bis dahin auch von vielen jungen Menschen angenommen werden, sonst mache eine solche Öffnung keinen Sinn.

Zudem sollen Söder zufolge Geimpfte nicht mehr auf die erlaubte Zuschauerzahl bei Kultur- und Sportveranstaltungen angerechnet werden. Wer vollständigen Impfschutz hat, soll nach Reisen nicht mehr in Quarantäne müssen. Ab wann genau diese Änderungen gelten sollen, blieb zunächst offen.

Klar machte er allerdings auch, dass es keine Impfpflicht geben solle. Söder betonte allerdings auch, dass man dagegen sei, dass man für eine Impfung Geld zahlt.“ Man müsse jedoch hinterfragen, ob Corona-Tests dauerhaft kostenfrei bleiben.“

Weiterer Gegenstand der Kabinettsitzung war die massive Ausweitung des Impfangebots in Bayern.

Den vollständigen Kabinettsbericht lesen Sie hier