Heute wurde das Antragsformular für die Beantragung der sogenannten Novemberhilfe freigeschaltet. Anträge sind ab sofort möglich.

Das Verfahren der Abschlagszahlung umfasst folgende Punkte:

  1. In einem zweistufigen Verfahren werden zunächst Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Novemberhilfe gewährt, höchstens jedoch bis zu 10.000 Euro pro Antragsteller.
  2. Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform ⇒ ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  3. Soloselbständige können einen Antrag bis zu einer Höhe von 5.000 Euro selbst über die Plattform stellen. Andere Unternehmen stellen den Antrag über einen prüfenden Dritten, das heißt über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt.
  4. Die Abschlagszahlung wird einfach und unbürokratisch auf Grundlage des regulären Antrags auf Novemberhilfe gewährt. Ein separater Antrag auf Abschlagszahlung ist nicht notwendig. Wird ein Antrag im Rahmen des Stichprobenverfahrens oder aufgrund konkreter Anhaltspunkte einer vertieften Überprüfung unterzogen, wird die Abschlagszahlung nicht sofort ausgezahlt. In einer zweiten Stufe findet soweit möglich ein automatisierter Abgleich mit Daten der Finanzverwaltung statt.
  5. Um Missbrauch vorzubeugen, sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen. So ist für die Authentifizierung im Direktantrag insbesondere ein ELSTER-Zertifikat zwingend erforderlich.

Die Auszahlungen der Abschlagszahlung sollen kurz nach Einreichung des Antrags starten, das heißt noch im November.

Die FAQs auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums zur Novemberhilfe wurden mittlerweile ebenfalls ergänzt. Damit klären sich weitere Fragen. ⇒ Hier geht es zu den FAQ

 

Überbrückungshilfe I, II und Novemberhilfe: Ein Überblick der IHK

Die IHK hat neben umfangreichen ⇒ Informationen und Beispielen zu den Überbrückungshilfen nun auch eine Gegenüberstellung der beiden Überbrückungshilfen sowie der Novemberhilfe erstellt, die wir Ihnen gerne weiterempfehlen.

⇒ Hier geht es zur Übersicht

Wie am 24. November bekannt wurde, plant die Regierung die Verlängerung der Novemberhilfe durch die sogenannte Dezemberhilfe auch im Monat Dezember.

ACHTUNG: Warnung vor angeblichen E-Mails der EU-Kommission!

Derzeit kursiert eine Phishing-Email mit einem falschen Antragsformular für Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, die angeblich vom Europäischen Rat und vom Bund gemeinsam angeboten werden. Diese betrügerische Mail stammt nicht von der Europäischen Kommission.

Mit dieser Phishing-E-Mail wird versucht, Daten abzugreifen. Die EU-Kommission hat Anzeige erstattet.

 

Ab Januar 2021: Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe

Ab nächstem Jahr startet die Überbrückungshilfe III, die bis Ende Juni 2021 laufen soll. Erste Details wurden bereits bekannt gegeben.

Neben der Einführung der Neustarthilfe wurde bisher bekannt gegeben, dass die Höhe der möglichen Maximalbeträge erhöht wird. Betriebskosten kann man sich ab Januar in Höhe von bis zu 200.000 Euro pro Monat erstatten lassen. Bislang waren 50.000 Euro pro Monat das Maximum. 

Außerdem hat das Bundesfinanzministerium weitere Verbesserungen, etwa bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder Abschreibungskosten angekündigt. Diese sollen in Kürze bekannt gegeben werden. 

Die Antragstellung bleibt im Vergleich zu den vorhergehenden Überbrückungshilfen unverändert. 

Die interessanteste Neuerung ist aber die Neustarthilfe, die unter dem Dach der Überbrückungshilfe III läuft. Dieses Zuschussprogramm richtet sich ausschließlich an Solo-Selbstständige und bietet einen einmaligen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro, die auch für den Lebensunterhalt genutzt werden können.

Im Detail sieht die Neustarthilfe für Solo-Selbstständige so aus: 

  • einmaliger Zuschuss von bis zu 5.000 Euro
  • deckt den Zeitraum Januar bis Juni 2021 ab
  • Berechnung: 25 Prozent des Referenzumsatzes aus einem Vorjahreszeitraum
  • gilt als Vorschuss
  • falls der Umsatzeinbruch im Förderzeitraum geringer als angenommen ist, werden Rückzahlungen fällig
  • hat keine Auswirkungen auf möglichen Bezug von Arbeitslosengeld II
  • Antragstellung vermutlich ab Anfang 2021
  • für fixe Betriebskosten gedacht, aber Nutzung für Lebensunterhalt ist explizit möglich

Weitere ausführliche Informationen finden sich auf der ⇒ Seite des Bundeswirtschaftsministeriums. Hier wird auch detailliert die Berechnung des möglichen Zuschusses aufgeschlüsselt.